Reitverein, yooo

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Beitrag von Predawn am Sa März 28, 2015 1:41 pm

waddupppp


Zuletzt von Predawn am Di März 31, 2015 10:41 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Leona am Sa März 28, 2015 5:53 pm

Nach einer unglaublich langen Fahrt kam der Anhänger endlich zum Stillstand. Die größere der beiden Stuten im Hänger spitzte die Ohren und versuchte, mit den dunkelblauen, fast schwarzen Augen durch das kleine Fenster zu spähen. Natürlich wurde ihr Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt. Resigniert schnaubend schüttelte sie die zweifarbige Mähne. Die große Stute und ihre kleinere Kumpanin wurden vor längerer Zeit Opfer eines ziemlich bizarren Ereignisses. Die zwei waren nämlich einmal ganz gewöhnliche Mädchen gewesen! Man kann sich vorstellen, wie erschreckend es gewesen ist, eines Morgens mit Fell und vier Hufen aufzuwachen... Seit diesem Tag hatten die zwei vergeblich auf die Rückverwandlung gewartet, sich aber irgendwann einfach mit den Gegebenheiten abgefunden und sich den positiven Seiten zugewandt - und davon auch ziemlich viele gefunden. Beide Stuten liebten es, zu Galoppieren und zu Springen. Das menschliche Denken, welches ihnen geblieben ist, hilft ihnen natürlich sehr beim Bewältigen des Pferdelebens. Wie auch immer, nach einer Ausbildung zu Reit- und Springpferden wurden die beiden pferdischen Schönheiten von einem Reitverein aufgekauft und sollen nun ihr Dasein als Schulpferde fristen, was allerdings ziemlich spannend werden könnte.

Die Hängertür öffnete sich leicht quietschend, ebenso der Seiteneingang, als wohl endlich der Plan gefasst wurde, die Neulinge in ihre Boxen zu bringen. Die 175cm große, blauäugige Stute wurde als Erste aus dem Hänger geführt. Die Gerüche, die auf sie einströmten waren vielfältig und beinahe schon überwältigend. Das Tier, dessen Name einmal Leona gewesen ist, sah sich neugierig um und analysierte die Menschen und die restliche Umgebung mit unglaublicher Genauigkeit. Das anscheinende Oberhaupt der ganzen Menschen hier blätterte gerade durch die Papiere des frisch gebackenen Schulpferdes.
"So, wen haben wir hier? Den Blue Roan... Ach, hier. Dakota Lady! Wenigstens nicht so ein langer Name wie Catani Is Ready To Fly..." Dakota Lady. Das war Leonas Pferdename. Und mittlerweile der einzige Name, auf den sie hörte. Nun, mal abgesehen von den Spitznamen natürlich.
"Dakota Lady ist doch ein wunderschöne Name!" Kommentierte das Mädchen, welches Dakotas Strick in der Hand hielt. Grau, übrigens. Passend zu dem schwarzen Halfter.
"Ja, aber Dakota reicht doch."
"Oder Lady."
Sagte das Mädchen, welches sich neben der Chefin positioniert hatte.
"Ich finde Dakota besser." Hielt diese entgegen. Als Dakota hörte, wie weitere Hufen die Rampe hinuntergetrappelt kamen, sah sie sich sofort nach ihrer zweiten Hälfte um. Die beiden Stuten waren wirklich nur im Doppelpack zu haben. Genauer betrachtet war das ziemlich lustig, denn die zweite Stute war um einiges kleiner, als Dakota selbst.

Auch die Papiere dieser Stute wurden ordentlich studiert, dann gab die Chefin das Kommando zum Wegtreten.
"Bringt die Pferde in die vorbereiteten Boxen, ich reite sie später Probe." "Oh, kann ich sie nicht mit probereiten?" Ugh. Aufmerksamkeitssüchtige. Wie Dakota diese Art von Mensch hasste. Wer war dieses Mädchen neben der Chefin überhaupt?
"Wenn du dir das zutraust, Chantal..."
"Klar, ich schaffe das schon! Auf welche soll ich denn dann?"
"Das werden wir gleich entscheiden, wenn wir sie fertig machen. Stellt sie erstmal in die Box."

Das Mädchen, welches Dakotas Strick hielt, nickte und setzte sich mit einem Schnalzen, welches der Stute galt, in Bewegung. So wie es aussah, würde das Doppelpack in einem Außenstall untergebracht werden. Das Mädchen am anderen Ende des Strickes murrte leise.
"Das ist so typisch für Chantal..." Jetzt wurde Dakota Lady hellhörig. Könnte dieses Mädchen eine von der Sorte sein, die mit den Tieren sprach und ihnen schon einmal etwas Stallklatsch erzählte? Sie führte den Blue Roan in die Box und begann damit, die Transportgamaschen zu entfernen.
"Weißt du, sie versucht immer, am meisten Aufmerksamkeit zu kriegen und bei jedem Mist anzugeben wie wundervoll sie doch reiten kann... Das geht vor allem auf Schulpferdecups und so weiter immer auf die Nerven... Aber man will ja nichts sagen, sonst bekommt man ja vom Oberdrachen auch noch was zu hören." Interessiert musterte Dakota die Rothaarige, als diese die letzte Transportgamasche entfernte, und sich rasch nach dem Strickhalter von Dakotas zweiter Hälfte umsah. Anscheinend sah sie aber keine Gefahr, vielleicht hörte das andere Menschlein gar nicht erst zu. Sie fuhr fort, wenn auch leise. Es brauchte schon Pferdeohren, um jedes einzelne Wort zu verstehen.
"Sie drängt sich in den Vordergrund, verkauft andere Arbeit als ihre und meint, absolut jeden herumkommandieren zu können." Das braunäugige Mädchen löste die Schnallen der Decke und zog diese vorsichtig von Dakotas Rücken. Dakota selbst stand ruhig da und hörte sich den Stalltratsch mit Neugier an.
"Vielleicht wird sie Zuhause nicht geliebt oder sowas. Also, ich möchte wirklich nicht gemein sein, das ist eigentlich nicht meine Art, aber, sollte sie auf dir sitzen, kann ich dich darum bitten, ihr einen winzigen Denkzettel zu verpassen? Nicht runterwerfen, aber vielleicht, ich weiß nicht, zu enthüllen, dass die Schulpferde ihre Hilfen meist erraten anstatt, dass sie sie wirklich beherrscht? Das wäre schon lustig ... Aber ich denke, du wirst deine eigene Charakteranalyse vollziehen, richtig, Dakota?" Dakota beäugte das Mädchen weiterhin, auch, wenn der verlockende Geruch von Heu sich in ihre empfindlichen Nüstern schlich. Ihren leichten Argwohn gegenüber Fremden hatte sie selbst im Pferdekörper nicht abgelegt. Das Mädchen ging mit Decke und Transportgamaschen aus der Box hinaus, legte alles auf dem Boden ab und löste dann den Verschluss des Halfters.
"So, meine Hübsche, erhol dich erst einmal etwas von der Fahrt. Wir sehen uns sicher noch viel öfter. Bis dann!" Das Mädchen zog Dakota ihr Halfter rücksichtsvoll und vorsichtig über die Ohren, dann schloss sie das Schiebegitter der Box und machte sich daran, Dakotas Ausrüstung zu verstauen. Dakota selbst bediente sich großzügig an dem Heu, dann nahm sie sofort Kontakt zu ihrer Boxnachbarin und Freundin auf.
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Predawn am Sa März 28, 2015 7:21 pm

Während ihre bessere Hälfte hellwach die ganze Fahrt bewusst mitbekam und jederzeit versuchte, durchs Fenster zu blicken, dämmerte das kleine Stütchen nur vor sich hin oder frass Tonnen von Heu. Schnaaaaaarch. Was sollte man sonst auf der Fahrt tun? Als Mensch hatte sie nie in Fahrzeugen geschlafen. Aber da konnte man ja auch aus dem Fenster sehen… Oder zocken. Oder was auch immer. An das Leben als Pferd hatte sich Predawn verdammt schnell gewöhnt, vielleicht sogar zu schnell. Leona hatte länger gebraucht. Aber, hey! Pre hatte nie viel benötigt um glücklich zu sein! Das Leben als Pferd was außerdem viel simpler und einfacher, natürlich hatte sie sich schnell daran gewöhnt. Ein paar Nachteile hatte es schon. Wie sollte sie mit Hufen einen Controller bedienen? Oder mit ihrem Pferdemagen Kaffee trinken? Katzen konnte sie so auch nicht mehr streicheln. Naja, was soll's? Heute war jedenfalls ein besonderer Tag, sie würden nämlich in ihr neues Zuhause einziehen. Der Reitverein Gladbeck. Nur Gutes von gehört. Naja. Hauptsächlich. Nicht, dass es Predawn an Optimismus mangeln würde.

Sie schlief tief und fest, als man die Hängertür öffnete und wachte erst von dem Geräusch auf, als die Klappe auf den Boden gelegt wurde. Ja, als Mensch hätte allein das Licht gereicht, um sie zu wecken. Sie war deutlich unempfindlicher geworden. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass sie enspannter war? Man sollte es nie erfahren.
Als erstes führte man Leona raus "Nooooo, dont leave meeeeee", welche man sofort als Dakota Lady identifizierte. Ihr Pferdename. Kurzerhand beschloss der Obermotz, dass man sie Dakota nannte. Keine Diskussion. Lady kam nicht infrage. Dann war sie selbst auch schon dran. "Ah, der Araber. Sieht aber ganz schön schwach aus." autsch "…Brezel?" Das Lady-Mädchen warf einen skeptischen Blick auf die Papiere. "Das spricht man Brisell" Ein kurzer Moment Stille, dann ein Räuspern. "Achso. Wie Breeze. Wind. Hm, ausgefallener Name. Finde ich gut. Nicht sowas wie Sam und dann eine 8000-irgendwas Nummer dahinter." Diesmal war das Mädchen damit dran, betreten zu schweigen. "Wäre es nicht besser sie Breeze oder Breezy zu nenn-" - "Breezy lässt sich besser rufen." Ein zufriedenes Lächeln. Breezell würde jetzt auch grinsen, wenn sie könnte. Breezy klang super. Schneidig und schön. Kurz und knackig. Sowas.

Kaum war die Willkommens Visite vorbei, gab man das Kommando zum Wegtreten. SHANTALLE führte sie in ihre Box. Außenbooooox! Und die werte Lady direkt in der Box neben ihr. Das Gespräch über das Probereiten völlig ignoriert ließ sie sich ein wenig von Shantalle-Schnalle begrabbeln. Hm, ja, Halskraulen. Schöööön. Guuuut. "Pink würde dir sicher gut stehen." …Ja. Ja, das würde es. Denn mir steht alles. Ich trage nur lieber grün. Wie du siehst, ist mein Halfter nämlich grün. Und mein Strick auch. Das Mädchen machte sich daran, die Transport-Gamaschen abzufummeln. Schwarz übrigens. Schwarz ist auch eine wunder volle nicht-Farbe, die ich sehr, sehr gerne trage. Oh, weißt du wie fantastisch blau bei mir aussehen würde? Das Lüftchen redete die ganze Zeit im Kopf weiter, ohne sich daran zu stören, dass das Menschlein sie nicht hören konnte. Wie komisch wäre das denn. Ein sprechendes Pferd? Eines störte sie aber nun doch. Ey. Eyyyy. EY! Mit ihrer Nase stupste sie das Mädchen an. Mach mir das Halfter ab. Mach mir das verdammte Halfter ab. Ich schwöre auch , nirgendwo hin zu gehen! Sie machte große Augen. Soweit das denn überhaupt ging. Chantal legte vor der Box die Gamaschen ab und zog ihr dann auch endlich das Halfter ab, schloss dann aber sofort die Tür und kam nicht mehr wieder. Vermutlich bestach sie gerade den Leithammel dieses Schuppens, den wunderhübschen Araber reiten zu dürfen. Mit dem edlen Schweif. Haha. Hoho.

Breezy klemmte ihren Kopf ans Gitter zwischen den Boxen ihrer besseren Hälfte und ihrer Selbst. Eh, altes Haus. Was geht!Oh. Ich seh schon. Du wirst gerade anderweitig unterhalten. Kommentierte das Stütchen innerlich, als sie das rothaarige Mädchen in der Box entdeckte, die sich mit ihrer Freundin unterhielt. Muss ich neidisch werden? … … … Naaaaaaah. Während sie so auf ihre Freundin wartete, starrte sie einfach nur durch die Stäbe. Stalker Style. SASAENG FAN.
Dann! Endlich! Dakota schenkte ihr Aufmerksamkeit! Das Menschlein war verschwunden und jetzt war sie wieder wichtig. Jucheee! Ein freudiges Wiehern-röcheln war zu hören. Na. Na. Na. NA?
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Leona am Sa März 28, 2015 8:53 pm

Dakota streckte ihre Nüstern durch die Gitter hindurch, ihrer Freundin entgegen.
Boah, wenn du mich hören könntest, ich würde dir jetzt schon echt was erzählen können. War diese Chantalle nicht bei dir? Die ist anscheinend eine richtige Attention Whore. Ich bin übrigens gespannt, wer wen Probereitet. Ha! Ich fänds toll, wenn die mich unterschätzen würden, weil ich im Gegensatz zu dir kein Araber bin!
Von außen sah man witzigerweise nur zwei Stuten, die sich zwischen den Gittern an den Nüstern berührten und sich anstarrten. Keiner von beiden bewegte sich wirklich, als würden sie ein Blickbattle austragen. In Wirklichkeit erzählten sie sich gerade jedoch vollkommen verschiedene Sachen. Sobald sie sich beide innerlich ausgequatscht hatten, wendeten sich beide ihrer Umgebung zu. Dakota fraß ein wenig und bediente sich an der Selbsttränke, dann studierte sie das Geschehen außerhalb ihrer Box.
Und da kamen sie. Bei einem Reitverein war das natürlich nicht zu vermeiden. Die Kinder. Dakota waren Kinder suspekt. Es gab tatsächlich umgängliche, coole kleine Kiddies, die sie sogar ohne Murren auf ihren Rücken lassen würde, und dann gab es die andere Sorte. Die nervige Sorte. Die Art von Kiddie, die sie am liebsten in hohem Bogen aus ihrer Box treten würde.
"Boah, guckt mal! Die Neuen sind da!"
"Kommt, wir gehen sie angucken!"
Bitte, bitte nicht...
Die Kinder kamen angewuselt und verteilten sich vor den Boxen.
"Guckt mal, das hier sieht fast blau aus!"
"Oooohh! Aber dieses hier ist so bunt! Ein Schecke!"
Oh, da würde Breezell sich freuen. Bestimmt wollten die Kinder sie begrabbeln. Dakota blieb skeptisch im hinteren Teil ihrer Box stehen. Die gaffenden Kinder, die probeweise ihre Hände durch die Gitter streckten, wurden daher rasch von der weiter vorn stehenden Breezy abgelenkt. Das war Dakota selbst ganz recht. Sie mochte es zwar, geschmust zu werden, aber sie wollte die Leute kennen, die sie schmusten. Oder zumindest sympathisch finden.
Schnaubend drehte sie sich um und sammelte einzelne Halme des Strohs auf, das Kindergequietsche ignorierend. Sie konnte sich gut vorstellen, wie Breezy sich jetzt verwöhnen ließ. Plötzlich jedoch hörte sie noch eine hohe Kinderstimme. Aber in befehlendem Ton.
"Hallo?! Geht ihr mal weg da?! Die sind neu, dass ist voll gefährlich!"
"Hä, wieso?"
"Ja was, wenn die beißen?"

Beißen? Also, nur wenns wirklich nötig ist. Ich schnappe nur.
"Aber die hier ist voll lieb!"
"Ja trotzdem!"
Wieder diese Art von Mensch, die Dakota nicht leiden konnte. Einige der Kinder schienen das genauso zu sehen. Hm, vielleicht durften die sie auch mal begrabbeln.
"Wieso trotzdem, die machen nichts!" sagte eins der Kinder etwas schüchtern.
"Tu mal nicht so, als würdest du die kennen!" Das Mädchen war sofort von der anderen eingeschüchtert. Bäh. Sollte dieses hochnäsige Ding im Unterricht einmal auf ihr sitzen, dann würde Dakota ihr schon zeigen, wo der Hammer hing. Die Stute trat einen Schritt näher an die Tür. Eines der Mädchen, die dieses hochnäsige Ding offenbar als Vorbild ansah, fragte:
"Lucia, wie heißen die beiden?" Mit zufriedenem Gesichtsausdruck zeigte sie auf mich.
"Also, das hier ist die Breezell und die andere ist die Dakota Lady." Dakota blinzelte.
Ähm, nein? Irgendwie nicht?
Die Kiddies glaubten ihr natürlich. Sie liefen zurück zu Breezys Box.
"Na, Dakota? Der Name ist aber toll! Der passt zu dir!"
"Du bist aber hübsch, Dakota!"
"Deine Flecken sind so toll, Dakota!"
Dakota (die einzig Wahre) legte ihre Ohren an.
Das ist mein verdammter Name! Hört auf, ihn ständig zu sagen, ich reagiere auf diesen verdammten Namen! Nachdem die Kinder Breezy tausend und einmal mit 'Dakota' angesprochen hatten, schnaubte Dakota (die einzig Wahre), wütend aus und trat gegen die Außenwand ihrer Box.
"Ist doch gut, Breezell, hast du dich erschreckt?"
ICH BIN NICHT BREEZELL!
"Geht ihr bitte mal von Dakota weg?!" Keifte eine wohlbekannte Stimme.
Also das Chantalle mich mal rettet hätte ich nie gedacht. Verwirrt sahen die Kinder zu Chantal auf.
"Hä, aber das ist doch Dakota?" Sagt ein Mädchen verwirrt. Rasch sah Dakota sich nach dieser Lucia um. Sie war verschwunden.
"Das ist Breezell." Antwortet Chantal der Kleinen herablassend.
Ich mag Chantalle nicht. Hab ich jetzt spontan entschieden. Chantal sah nicht besonders glücklich aus, als sie Dakotas Box öffnete. Sie hatte wohl gehofft, sich auf Breezy setzen zu dürfen. Ziemlich herzlos zog sie der Roanstute das Halfter über den Kopf und befestigte den Führstrick.
Pah! Du denkst auch, du kannst dir alles erlauben! Dakota stemmte die Vorderhufe ins Stroh.
Ich gehe dann, wenn ich gehen will! Chantal zog einmal an dem Strick, dann versuchte sie, Dakota durch Schnalzen zu locken. Aber die Stute bewegte sich keinen Zentimeter. Erst, als Chantal vor den Kindern schon unendlich frustriert auf Dakotas Nüstern starrte, entschied sich die Stute, nachzugeben und aus ihrer Box zu treten.
"Na endlich!" murrte Chantal. Sie band Dakota am Anbindering vor dem nächsten Stalleingang an und verschwand, vermutlich um Putzzeug zu holen. Dakota erkannte jedoch ziemlich schnell ihren Nachteil. Einzelne Kinder kamen zu ihr und wollten sie unbedingt begrabbeln.
Uuuuughhhh... Mit demprimiert zur Seite hängenden Ohren ließ die große Stute sich antatschen und kraulen, zog ihren Vorteil, wo er zu holen war und wartete einfach. Bevor Chantal zurückkehrte, verschwanden die Kinder. Na immerhin...
Zusammen mit der Attentionwhore kam auch die Chefin mit einem Strick und einem grünen Halfter aus den Stallungen.
Yay, Breezy kommt! Freute Dakota sich innerlich. Chantal indes setzte den Putzkasten neben der Stute ab und schnappte sich den Striegel. Das Bürsten ignorierte Dakota größtenteils. Sie ließ Chantal nur nicht an ihren Kopf. In Gedanken hatte sie plötzlich wieder die Worte der Rothaarigen.
Ein Denkzettel, huh? Aber gerne doch.
Wie sie da so stand beobachtete Dakota Lady natürlich weiterhin ihre Umgebung. Ihre Ohren stellten sich sofort in die entsprechende Richtung, als sie Hufgetrappel vernahm. Sie drehte den Kopf zu dem Gang hinter der großen Halle, die gar nicht weit von den Außenboxen entfernt stand. Dort erschien das rothaarige Mädchen von eben, im Schlepptau ein Fuchspony. Sie führte das Pony zu dem Stalleingang, neben dem Dakota angebunden war. Das Pony blieb stehen und streckte die Nase nach Dakota aus. Sie kam ihm entgegen, um zu Schnuppern.
"Na komm schon, Foxi." grinste die Rothaarige. Das brachte Chantal dazu, aufzusehen.
"Serena, könntest du bitte aufpassen?! Wenn er sie beißt, haben wir den Salat!" Dieses keifende Biest... Dakota wollte doch nur schnuppern!
"Ja ja, ist gut." sagte Serena nur halbherzig und lief mit Foxi weiter in den Stall hinein. Dakota hörte die Boxentür auf und zu gehen, dann lief Serena auch schon wieder hinaus und strich Dakota beim Vorbeigehen über ihre Nüstern. Kurz darauf erschien der fuchsrote Pferdekopf hinter den Gittern des Außenfensters neben Dakota. Die beschnupperte den Wallach. Als es ihm reichte, biss er lautstark ins Gitter. Dakota schnappte zurück, um ihren Standpunkt klar zu machen.
"Dakota!" meckerte Chantal sie dann auch schon an. Dakota legte ihre Ohren an und schnappte in die Luft. Prompt kassierte sie einen Schlag auf die Brust und ein lautes "Hey!". Das machte Chantal in der Sicht der Stute nicht gerade beliebt. Ihre Ohren stellten sich so gut wie gar nicht mehr richtig auf. Immer, wenn sie etwas störte, schnappte sie in die Luft und immer wieder schlug Chantal sie dafür. Als sie letztendlich losging, um Sattel und Zaumzeug zu holen, trat Dakota mit voller Wucht gegen den Putzkasten, sodass dieser in hohem Bogen über den Hof flog und der ganze Inhalt sich auf dem Pflaster verteilte. Dieses Scheppern hätte eventuell sogar Breezy erschreckt, aber Dakota war fürs erste zufrieden mit sich. Als Chantal von dem Scheppern angelockt mit Sattel und Zaumzeug zurückeilte, konnte sie sich die Bescherung mit eigenen Augen ansehen.
"Das gibts doch nicht! Verdammtes Pferd! Ich wette, Breezy hätte das nicht gemacht!"
Und genau deswegen bin ich Dakota Lady und nicht Breezell!
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Predawn am Sa März 28, 2015 10:14 pm

Wieso waren da überhaupt Gitter? Ohne Gitter konnte man besser kuscheln. plz Die Stuten pressten ihre Nase ans Gitter und berührte somit ihre Oberlippen und Nüstern. KISS KISS KISS. no. Lustig daran war auch, dass Dakota ihre Halsposition nicht verändern braucht, Breezy dagegen musste ihr Köpfchen heben. Auf die Dauer war sowas anstrengen, ja! Diese Chantal ist eigentlich ganz nett, glaube ich. Sie hat mich gestreichelt. Obwohl ich ihr noch beibringen muss, dass man Pferde nicht pink anzieht. Nur wie mache ich das…? Oh, oh, oh! Ich hoffe das sie mich Probereiten darf! Der Boss hier sieht so… … …schwer aus. Mein Rüüüücken. Breezy zog eine Schnute. Oder versuchte es. Nun, ja. Dakota schien mit ihren Erzählung soweit auch fertig und wandte sich ihrer Tränke zu. GUTES STICHWORT! Ich VER-DUR-STE! Ruckartig ließ sie ihren Kopf fallen und hopste zur Tränke, um pausenlos zu süppeln. gluck gluck gluck gluck gluck… Hörte sie da etwa… Schritte? Sie stockte bei ihrer Trinkerei. Viele… Schritte? Dann hörte sie Stimmen. KINDER! Ehe man sich versah klebte der Braunschecke am geschlossenen Boxenfenster um die Kinder zu begaffen. Die Kleinen fanden das natürlich super. Es dauerte nicht lange, bis sie ihre Händchen durchs Gitter steckten um sie zu streicheln. Streicheleinheiten waren super. Streicheleinheiten waren der Grund, wieso sie lebte. Ganz bestimmt. Sie stellte sich schräg ans Gitter, damit die jungen Reiter auch am Hals streicheln konnten. Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Hier ist Platz für jeden! Madam Briese war viel zu sehr mit den Leutchen beschäftigt, um überhaupt ihre Freundin zu bemerken, die das ganze Theater doof fand. Das musste sie aber auch nicht, denn sie wusste, dass es ihr nicht gefiel. In Prinziiiip half sie ihr ja damit, wenn sie die alleinige Aufmerksamkeit erhielt. Hoho.
Plötzlich zog ein Regenschauer auf. Mit Gewitter. Im übertragenen Sinne, natürlich. Das selbsternannte Oberhaupt der Kinder kam angetrampelt und scheuchte seine Untergebenen von ihr weg, was einen bedröppelten Ausdruck im Gesicht es Pferdes hinterließ. Dann warf man ihr auch noch vor, dass sie beißen würde! Also wirklich! Heeee! Ich tue niemanden was! … Außer dir vielleicht. … Aber ich bin mir sicher, dass du eigentlich auch ganz nett bist. Erneut nach Aufmerksamkeit fordern drückte die Araberstute ihren Kopf gegen das Gitter und schabte kurz. GEBT MIR AUFMERKSAMKEEEEEIT! Man ignorierte sie. Stattdessen unterhielten sich die Unterlinge nun mit dem König. Man wollte Namen hören. "Also, das hier ist Breezell," es wurde auf Dakota gezeigt, "un die andere ist Dakota Lady." man weiste auf Breezy.
Irgendwas… Irgendwas war hier falsch, oder? Breezy hätte sich ja jetzt gerne geräuspert, anstelle dessen stieß sie einen Huster aus. Und ehe sie sich versah, wurde sie von den ganzen kleinen Mädchen mit Dakota angesprochen. Sie konnte nicht anders, als verwirrt drein zu blicken und dann zu Dakota, die wütend ihre Ohren angelegt hatte. Verwirrung. So viel Verwirrung. Sie legte den Kopf schief.
NOCH EIN GEWITTER! Oh warte, das war nur Dakota, die gegen ihre Box getreten hat. Breezell legte ihre Ohren an und schnappte zum Gitter. Dude, erschreck mich nicht so! Uuuuuncool. Dann kam der Sonnenschein wieder! Chantal räumte das MIssverständnis mit den Namen auf und betrat Dakotas Box. Hey. Moment. Moooment. Das ist doch wohl falsch, oder? Waaaaaas? DICH? Du kannst doch nicht jetzt schon anfangen, mir meine Reiter zu klauen! Heeeey! Ihre treue Freundin schien sich allerdings nicht darüber zu freuen, dass sie von Chantal geritten werden sollte, denn sie stemmte ihre Hufe in den Boden. …Dude. Was machst du da? Sollen wir tauschen? Erneut wurde der Kopf schief gelegt.
Es dauerte eine Weile, bis Chantal ihr Reittier aus der Box geholt hat. Regenwetter. Denn nun war Breezy ganz alleine. Sehnsüchtig stirrte sie duch ihre Boxentür. WILL MICH NIEMAND RAUSHOLEN? HALLOOOOO! Sie fing an zu schaben und gegen die Boxentür zu hauen und ihren Kopf hoch und runter zu werfen. Dann tauchte das Übel auf. Der Obermotz hielt ihr Halfter in der Hand. Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein! RETTET MICH. ICH BIN ZU JUNG UM ZU STERBEN! Trotz ihres Unmuts ließ das Stütchen sich brav aufhalftern und aus der Box führen. Das Regenwetter verschlimmerte sich, als sie einkalt an der anderen Stute vorbei geführt wurde. Noooooooooin, wiesooooooooooo? Sie wurde in der Privatstallgasse festgebunden, im Gegensatz zu Chantal hatte der Obermotz allerdings schon das Putzzeug parat. Grob fing man dann an sie zu putzen. Die erste Minuten war es kein Problem, erst, als es darum ging, ihren Bauch zu putzen. Die braun-weiße Stute versuchte ja sich zusammenreißen, aber wer kitzelig war, der war eben kitzelig. So kam es, dass sie ein wenig herumtänzelte, mit dem Schweif schlug und mit dem Kopf wippte. Für all das schien die ordentliche Portion Frau zum Glück Verständnis zu haben. Es war ja nicht so, als würde sie schnappen oder anderweitig Mucken machen. Mit der Zeit wurde die Zwei sogar ein wenig warm. Das lag hauptsächlich daran, dass der Drache ihr Leckerchen und kleine Streicheleinheiten gab. JAY!
Draußen hörte man dann plötzlich ein lautes Scheppern, was Breezy dazu verleitete, erschrocken den Kopf in Richtung Geräusch zu recken. Mit dem Führstrick jedoch keine Chance. Was das wohl war? Die Bossin stapfte wütend zum Tor der Stallgasse, um zu sehen, was denn jetzt schon wieder los war. Und dann ging es auch schon los. "Deshalb sage ich euch immer, ihr sollt aufpassen, wo ihr die Putzboxen hinstellt! Pferde können sich damit verletzten! Du kannst froh sein das nichts passiert ist! Wenn du dich nicht langsam mal zusammenreißt kannst du das mit den Turnieren und dem Probereiten vergessen! Das Leben ist kein Ponyhof! Jetzt räum das sofort auf, du willst schließlich noch reiten oder etwa nicht?!" Für einen Moment schien es, als wäre es das gewesen. Aber nein, es ging weiter. "Und sauer auf das Pferd musst du auch nicht sein, nur weil du Britzi nicht reiten darfst! Mit soetwas solltest du leben können!" Sie spitze die Ohren. Dakota war das? Was hat die denn gegen Chantal… UND ICH HEISSE NICHT BRITZI!
Immer noch wütend stapfte der Obermotz zurück zu ihr, streichelte sie zur Beruhigung kurz auf der Nase und zog dann los, um Sattel und Trense zu holen. Die Erleichterung war groß, als man ihr den Sattel mit größter Vorsicht auflegte. MEIN RÜCKEN. ER LEBT. ER LEEEBT! Den Sattelgurt machte man auch nur locker zu. Bevor sie dann getrenst wurde, erinnerte die Bossin Chantalle daran, dass sie sich eine Gerte an die Bande legen sollte. Für den Fall. Trensen ließ sie sich natürlich auch wie aus dem Bilderbuch. Ja, ja, was für ein braves Pferdchen ich doch bin! Dachte Breezy stolz, als sie in die Halle geführt wurde.
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Leona am Sa März 28, 2015 11:14 pm

Ha! Da gab es wohl Ärger! Toll, dass man als Pferd so gut wie nie zur Verantwortung gezogen wurde! Naja, die Putzbox stand aber auch ziemlich ungünstig neben Dakota. Allerdings war sie ja auch kein Untier. Als winzige Entschädigung für den Ärger mit der Putzbox ließ Dakota sich trensen wie im Bilderbuch. Nur beim satteln konnte sie sich nicht zurücknehmen, als der Gurt zu fest zugemacht wurde. Nachdem Chantal auch einige Vorbereitungen für sich selbst getroffen hatte, ging es in die Halle, wo Dakota endlich wieder ihre Freundin erspähte.
BROOOOOOOOOO ICH HAB DICH VERMISST!
Rief die Stute in Gedanken. Sie durfte sogar neben ihrem Buddy stehen! JAAAA!
Die Chefin setzte sich als erste in den Sattel. Chantal fummelte noch an den Steigbügeln und Dakotas Martingal herum, dann wurde die graue Stute zur Aufsteighilfe geführt.
Soll ich weggehen, oder soll ichs lassen? ... Ach, ich lass es noch.
Chantal warf sich in den Sattel leider nicht buchstäblich, sonst hätte Dakota einen Grund für einen kleinen Bocksprung und trieb das Pferd an. Etwas widerwillig setzte Dakota sich in Bewegung. Sie mochte Bewegung, aber nur bei Leuten, mit denen sie sympathisiert, oder die wenigstens versuchen, mit ihr zu sympathisieren. Chantal tat das eindeutig nicht. Dakota merkte an ihrer Körperhaltung, dass sie immer wieder zu Breezy schielte.
Du hast keinen Bock auf mich, stimmts? Sehr gut, das beruht auf Gegenseitigkeit!
Als sie am Halleneingang vorbeiliefen, sah Dakota aus dem Augenwinkel plötzlich zwei Zuschauer. Serena und ein blonder, knuffig aussehender Junge.
Sie sieht zu, perfekt!
Dakota war fest entschlossen, Chantal die grobe Behandlung beim Putzen heimzuzahlen. Sie wusste nur noch nicht genau, wie sie das anstellen soll.
Vom Sitz her war Chantal gar keine so schlechte Reiterin. Das Treiben schien sie auch zu beherrschen. Mit Gewichthilfen haperte es ein wenig, aber darüber sah Dakota mal großzügig hinweg.
"Wir können langsam loslegen." Sagte die Chefin, als Dakota warmgelaufen war. Die beiden Zuschauer standen noch immer fasziniert an der Tür, weshalb Chantal sich besonders anstrengte, eine gute Figur zu machen. Sie trieb wieder. Okay, sollte Dakota jetzt schneller Schritt laufen oder Traben? Sie wurde schneller, Chantal trieb weiter. Gut, also Trab, richtig? Dakota wechselte die Gangart. Jupp, war wohl richtig. Hach, schneller laufen, endlich! Das hatte sie nach der Fahrt hierher gebraucht! Natürlich wäre ein schöner Galopp jetzt auch nicht schlecht...
Nach drei Runden spürte Dakota das Gebissstück gegen ihre Mundwinkel drücken und sie merkte, wie Chantal sich zurücklehnt. Allerdings hatte sie trotzdem noch die Schenkel eng an Dakotas Körper gepresst. Verwirrt spielte sie mit den Ohren. Was genau sollte sie jetzt machen? Der Druck im Maul wurde stärker. Frustriert wurde sie langsamer und der Druck ließ prompt nach. Ach, das war Halten? War Halten nicht das ohne Schenkel? Oh, was auch immer. Chantal legte das Bein nach vorne. Was tat sie da?
ZACK! Verengte sich der Sattelgurt um Dakotas Bauch.
Heeeey! Nicht noch enger! Lass das! Blöde Kuh!
Dakota schlug frustriert mit dem Schweif und legte die Ohren an. Nachdem Chantal sie auch mit der anderen Seite des Gürtels gequält hatte, sollte sie weitergehen, was sie widerwillig auch tat.
Kann ich jetzt wieder schneller werden? Ich will schneller! Schritt ist langsam! Schritt ist langweilig!
An einer langen Seite zog es plötzlich am rechten Zügelende.
Hä? Was soll ich? Dakota drehet sich nach rechts, dann zog es plötzlich wieder links.
Was?! Sie drehte sich zurück, dann zog es wieder rechts.
Was zum Teufel machst du da?! Chantal lehnte sich nach rechts. Davon irritiert bewegte Dakota sich von der Bande weg.
Was. Willst. Du. Von. Mir.
"Ich glaube, Dakota kann kein Schenkelweichen." Stellte Chantal fest.
Wie bitte?! DAS soll die Hilfe zum SCHENKELWEICHEN gewesen sein?! Also das wüsste ich aber!
"Hast du die Schenkelhilfe auch gegeben? Du sollst das Pferd nicht einfach rumziehen!"
"Hab ich." Log sie.
Hast du gar nicht! Dakota ließ einen frustrierten Ton tief aus ihrer Kehle hören.
"Versuch es nochmal. Eigentlich sollte sie das können." Befahl die Chefin. Dieses Mal verstand Dakota die Hilfe auch.
DAS war der Schenkel, Idiotin! Grummelte sie innerlich, bevor sie den Befehl mit Bravour ausführte.
"Die kann das doch! Du hast den Schenkel nicht gut genug eingesetzt!" Leise murmelte Chantal auf Dakotas Rücken vor sich hin.
"Die Schulpferde verstehen das auch so. Pff. Erbsenzählerin." Innerlich begann Dakota zu grinsen.
Und das ist erst der Anfang meiner Erbsenzählerei.
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Predawn am So März 29, 2015 2:29 pm

Nach einem kurzen Umsehen, musste Breezy feststellen, dass sie die Erste in der Halle war. Zum Glück dauerte es dann aber nicht lange, bis Dakota sich dazu gesellte. Als sie sich sahen, spitzen Beide ihre Ohren uns schrien innerlich die gleichen Gedanken. BROOOOOOOOO! LANGE NICHT GESEHEN! Oh, hey! Wir stehen nebeneinander! JAY! Während die Reiter also am Sattel rumfummelten lieferten sich die Stuten einen erneuten Blickcontest. Dieser wurden dann unterbrochen, als sie zur Aufstiegshilfe geführt wurden. Breezy beobachtete ihre Freundin dabei, wie sie mit dem Gedanken spielte, einfach von der Aufstiegshilfe wegzugehen - am Ohrenspiel zu erkennen. Ließ es dann aber doch. Der Obermotz tat es ihrem Namen gleich und motzen dann auch wieder unnötig rum, als sie zum Hocker geführt wurde. "Geht das denn nicht schneller?! Und lass dich nicht so in den Sattel fallen! Die brauchen nicht schon von Anfang an hingerichtet werden!" Das ganze rumgebrülle irritierte das kleine Stütchen. Ironischerweise war die Reitlehrerin auch nicht schneller auf dem Pferderücken als ihre Schülerin. Saß GOTT SEI DANK leichter aber ein. Das hatte sie nicht erwartet, um ehrlich zu sein… Aber MAN. SCHWER. Das sollte sie jetzt für wie lange tragen? AN-STRENG-END! Sie wollte weinen. Sie würde weinen, wenn sie es könnte. Anstelle dessen stöhnte sie einfach, was dem Mensch auf ihrem Rücken aber egal war. Denn die trieb sie nun zum gehen an, allerdings mit ein bisschen zu viel Kraft, woraufhin die Shagya Stute beinahe einen Luftsprung machte, sich aber noch zusammen riss. VERDAMMT. ICH BIN KITZELIG! DAS HAT MAN DOCH WOHL BEIM PUTZEN GEMERKT, ODER? Doch der Obermotz wäre ja nicht der Obermotz, wenn sie ihre Schenkelhilfe sofort verbesserte. Zum Glück des Pferdes. Die ersten paar Runden durfte Madam am langen Zügel gehen, dann wurde nachgegurtet und dann wurden die Zügel nachgefasst. Auch hier wurde sofort gemerkt, wie fein das Ponylein auf die Hilfen reagierte. "Gut, dass ich dich nicht auf den Araber gesetzt habe, Chantal. Die reitet sich viel zu fein, da wärst du schon im Schritt heruntergefallen." Höre ich da richtig? Ich darf doch wohl bitten! Ich bin vielleicht ein Sensibelchen, aber ich werfe niemanden ab! Beleidigt ließ sie die Ohren hängen, welche sich aber sofort spitzten, als es hieß LOSLEGEN.
Eine etwas kräftigere Schenkelhilfe, davor noch den Zügel kürzer gefasst und dann Pony sprang wieder in die Luft. Das kiiiitzeeeeelt! Quängelte sie. Nun wurde sie fleißig getestet. Schlangenlinien, Zirkel, Achten, aus der Ecke kehrt, noch mehr Schlangenlinien. Und das brave Stütchen tat alles ohne zu murren und ohne Probleme. Sogar durchs Genick ließ sie sich reiten! Das war noch einfach! Stolz trug sie ihren edlen Schweif. Das ihre Reiterin weder Schenkel noch Zügel für all das kaum bis gar nicht brauchte ließ die Zuschauer staunen. Auch der Drache schien ganz begeistert von ihrer Feinfühligkeit. Doch das hieß nicht unbedingt was Gutes. Sie war für ein Schulpferd zu empfindlich.
Nach einiger Zeit fing ihre Reiterin aufzusitzen. DAS war vielleicht anstrengend! Dann hielt man sie an und gurtete nach. Sanft, zum Glück. Breezy schnaupte zufrieden. Also jetzt bin ich warm! Das sollte sie auch besser sein… "Du kannst jetzt auch Galopp dazu nehmen." Vom Stehen in den Trab. Dann ging es auf den Zirkel. Das äußere Bein wurde nach hinten gelegt und zack! Schon wehte der edle Schweif im Galopp. Einen Zirkel ging das so und dann wurde durch den Zirkel gewechselt. Im Galopp. Die Hilfe zum Umspringen. Nicht, dass sie auch so umgesprungen wäre. Aber das musste der Boss ja nicht wissen…
Ganze Bahn. Zulegen und einfangen. Prompt waren die Ohren gespitzt. FUUUUUUUN! Dann probierte man Volten im Galopp. Durchparieren. Aus dem Trab halten. Rückwärts richten. Trab, halten, Vorhandswendung. Schritt. Im Schritt war dann Schenkelweichen dran. Schenkelweichen war anstrengend. Widerwillig gehorchte sie mit einem Stöhnen, das aus vollem Herzen kam. AN-STRENG-END.
Aus dem Schritt angaloppieren, aus dem Halten angaloppieren, im Trab Schenkelweichen. Sie durfte das volle Programm auskosten. "Die Stute hier ist wirklich sehr gut ausgebildet und geritten worden. Es mangelt ihr nur an Muskeln." Feststellung. "Serena, zieh deine Reitsachen an und komm dann mal her." Befehl.
Komplett durchgeschwitzt durfte sie nun wieder am langen Zügel Schritt gehen und durchatmen, bis das rothaarige Mädchen wiederkam. Zögerlich betrat sie die Reitbahn. "Du setzt dich jetzt mal auf Britzi." Ich könnte schwören, dass ich Eifersucht rieche… Der Obermotzt wies Breezy an, auf der Mittellinie zu halten und stieg ab. Zu dritt ging es dann wieder zum Hocker und ein deutlich leichteres Menschlein saß etwas ungeschickt ein. Das war aber nicht weiter schlimm, denn das Mädchen war so leicht wie ein Feder. So quasi. In Lichtgeschwindigkeit passte man die Bügellänge an. "Sei vorsichtig mit den Schenkeln, damit brauchst du sie bloß zu streicheln und schon läuft die. Mit den Zügeln ist sie genauso empfindlich. Du braucht eigentlich nur Gewichtshilfen bei ihr einzusetzen." Der Drache lehnte sich an die Bande und verschränkte die Arme. Mal sehen, wie brav sich die Araberstute bei unerfahreneren Reitern anstellte.
Zu ihrer Überraschung, war Breezy brav wie ein Lamm. Umsichtig mit allerlei Fehlern - auch wenn sie bei zu viel Schenkeleinsatz zusammenreißen musste um nicht jedesmal ein Hoppserchen zu machen, was dazu führte, dass sie immer ein wenig auf der Stelle herumzänzelte. Mit den Zügeln war Serena sehr umsichtig und zog sie nicht durch die Gegend. Das Mädel strengte sich wirklich an, sie nur mit ihrem Gewicht zu lenken. Ein Glück hatte sie auch kein Problem beim aufsitzen, aber gut, sie war jetzt auch nicht gerade schwierig zu sitzen. "Das reicht. Ich glaube, Britzi können wir behalten." Dachte sie laut.
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Leona am So Apr 12, 2015 8:47 pm

Dakota spitzte auf der Stelle die Ohren. Wie war das? 'Können wir behalten'? Oooooh, jetzt hieß es, brav sein. Sodass sie auf jeden Fall mit Breezy zusammen an diesem Stall bleiben konnte! Auch, wenn Chantal immer noch auf ihrem Rücken saß ... Ah, was auch immer.
"Teste sie doch mal mehr aus, Chantal! Schlangenlinien, Volten, Schenkelweichen, Schritt, Trab, Galopp, das volle Programm!" Kam der Befehl vom Boss. Und schon ging es los! Dakota wurde zum Traben animiert, dann folgten diverse Volten, Zirkel und eine Schlangenlinie mit vier Bögen durch die Halle. Dann wurde Dakota auf dem zweiten Hufschlag angehalten.
Hm? Was ist denn jetzt?
Der rechte Zügel zupfte ihr am Gebiss, dann eine Hilfe mit dem rechten Schenkel. Was nun? Ah! Okay! Dakota bewegte ihre Hinterhand herum, ohne die Vorderhufen großartig zu bewegen.
"Sehr gut, Chantal! Schöne Vorhandswende!"
Also, gelaufen bin ja wohl eher ich, oder? dachte sich Dakota. Da folgte auch schon eine überaus kräftige Schenkelhilfe. Naja - ZU kräftig. Dakota war zwar nicht so sensibel wie ihre Freundin, aber stumpf war sie nun überhaupt nicht. Erschrocken machte sie einen Satz nach vorn, nur um dann wieder alle Viere in den Boden zu rammen. Sie wäre beinahe in Breezy reingesprungen.
Sorry Bro, ich hab mich auf die da konzentriert und die Schenkelhilfe war zu feeeest! Erklärte sich die Stute.
"Das nächste Mal guckst du bitte, ob die Bahn frei ist, bevor du aus dem Stand antraben willst. Und so kräftig brauchst du glaub ich nicht zu treiben." Kamen wieder die Anweisungen der Chefin. Chantal murrte irgendwas, dann gab sie wieder eine Schenkelhilfe - Leichter als die erste, aber dennoch deutlich genug für die Roanstute. Sie trabte augenblicklich an und begab sich auf den Hufschlag, wie es von ihr verlangt wurde. Sie stellte sich sogar ohne zu murren! Naja, ausnahmsweise. Sich zu stellen war anstrengend...
"Komm mal auf diesen Zirkel und galoppier an. Ich will sehen, wie sie läuft!" Befahl die Chefin. Chantal ließ Dakota also auf der ganzen Bahn bis zur Chefin laufen und saß dann aus. Erwartungsvoll wurde Dakota ein wenig schneller. Durfte sie jetzt galoppieren?
Komm schon, lass mich laufen, bitte, bitte, bitte ich will galoppieren, galoppieren, galoppieren!
DA! Chantals äußeres Bein wanderte nach hinten, die Zügel verkürzten sich und noch bevor sie mit dem inneren Schenkel treiben konnte, sprang Dakota Lady an. Sie schüttelte freudig den Kopf und hob ihren Schweif, als sie mit langen Zügen um den Zirkel herumgaloppierte.
Galopp, Galopp, GALOPP!
Die Stute wurde schneller, sie legte sich in die Kurven und genoss ihre allerliebste Gangart in vollen Zügen, das Gewicht auf ihrem Rücken beinahe vollkommen ignorierend.
"Sie läuft schön. Aber wie ein weiblicher Wie Waldi, nicht wahr?" Hörte Dakota die Chefin lachen. Hm? Wer war Wie Waldi? Ach, unwichtig.
"Versuch mal, sie auf der ganzen Bahn laufen zu lassen und dann einzufangen!"
Ja, Chantal, versuch doch mal, mich einzufangen! Jetzt hatte sie ihre Rache gefunden! Das Mädchen tat natürlich, wie ihr geheißen, und ließ die Stute auf der ganzen Bahn am etwas längeren Zügel laufen.
JA! JA! JA! WHOHOO! Dakota beschleunigte, ihre Sprünge wurden länger, ihre Ohren waren gespitzt.
SPAAAAAAAAAAAAASS Freute sie sich. Dann kam die kurze Hallenseite und Chantal nahm die Zügel an, während sie Paraden mit dem Äußeren Riemen gab.
Nix da! Muhahahaha! Dakota sauste um die Kurve und nutzte dann die lange Seite wieder, um sich der Bewegung zu freuen. Sie sah die Chefin aus dem Augenwinkel sogar grinsen. Präzise nahm die Stute Kurve um Kurve, ohne den Hufschlag lange zu verlassen.
"Ich bin sicher, die ist gut im Gelände. Vielleicht macht ihr sogar Springen Spaß." Hörte sie dann von ihr.
Springen?! Hat einer was von Springen gesagt?! Meine Lieblingsdisziplin!
"Sie lässt sich nicht einfangen!" beschwerte sich Dakotas Reiterin.
Och, schon. Nur grad nicht von dir.
"Reite mal ein paar Volten und Zirkel und versuchs dann nochmal." Gesagt, getan. Chantal sparte nicht an Volten, aber auch, wenn sie mal enger wurden, rutschte Dakota im Galopp nicht aus. Dann war wieder der Zirkel dran. Sogar aus dem Zirkel wechseln versuchte das Mädchen. Auch, wenn Dakota von ganz alleine umsprang. Das schien die Chefin aber zu merken.
"Umgesprungen ist sie jetzt aber von selbst, stimmts?"
"Ja, sie war schneller als ich."
Hörte Dakota Chantal sagen.
Aber natürlich. Ich wette, du hättest es so oder so vergessen.
"Versuchs jetzt nochmal mit dem Einfangen."
Nopedinope. Vergiss es. Nicht bei dir. Nach weiteren gescheiterten Versuchen befahl die Chefin Chantal, durchzuparieren. Dakota tat, wie ihr geheißen.
"Lass mich mal auf Dakota. Ich versuch es selbst." HA! Byebye, Shantalle!
Brav wie ein Lämmchen wartete Dakota, bis Chantal abgestiegen war, dann lief sie ebenso brav mit der Chefin zur Aufstiegshilfe. Okay, sie war eindeutig schwerer als Chantal. Aber damit würde Dakota klarkommen.
Zuerst einmal ließ die Chefin sie wieder Schritt laufen. Dann probierte sie selbst die Bahnfiguren aus. Und mit hämischem Gelächter im Kopf tat Dakota genau das, was ihr befohlen wurde. Sie sah Serena sogar aus dem Augenwinkel grinsen. Schenkelweichen, Vorhandswenden, Schlangenlinien, Volten, aus dem Stand antraben, gar kein Problem. Dakota konzentrierte sich voll und ganz auf die Hilfen der Chefin (Die mal so nebenbei gesagt deutlicher waren als die von Chantal, aber hey, dafür wurde sie ja als Schulpferd gekauft, stimmts?)
"Ich weiß gar nicht, was du hast, sie reitet sich toll und sitzt sich auch gut." Kommentierte die Chefin. Auf dem zweiten Hufschlag wurde sie wieder angehalten. Hm? Vorhandwende? Antraben? Was nun?
"Dann schauen wir doch mal." Sagte die Chefin noch, dann spürte Dakota die ersehnte Galopphilfe.
WHOOP WHOOP! Sie schoss los, wieder mit langen Sprüngen und weiterhin überaus motiviert. Und da war es wieder - die ganze Bahn. Die Zügel lockerten sich, Dakota wurde schneller. An der kurzen Seite wurden sie aufgenommen, sie spürte die Parade - und verlangsamte augenblicklich zurück in einen gesitteten Arbeitsgalopp. Muhahaha, sie war fies.
"Das geht doch wunderbar, zumindest wenn man ihr genau zeigt, was sie machen soll!" Eine Kritik an Shantalles Reitkünsten. Haha! Das Einfangspielchen wurde noch zwei Runden lang gespielt, dann wurde sie angehalten.
"Also, Dakota behalten wir auch. Ich muss nur noch sehen, ob sie bei unerfahreneren Reitern auch so lieb ist, wie Britzi."
Also, nicht GANZ so wie Breezy, aber wenn man lieb zu mir ist...
"Serena? Ist aus deiner Gruppe noch jemand da?"
"Ja, Jack."
"Gut. Jack!"
Okay, wer war das jetzt wieder?
"Ja?" Dakota drehte den Kopf zur Hallentür, dort, wo der blonde Junge zu finden war, der zusammen mit Serena zugesehen hatte.
"Kappe auf und herkommen." Der Junge tat, wie ihm geheißen. Neugierig streckte Dakota ihren Kopf nach ihm aus.
Lass mich schnuppern! Befahl sie. Natürlich hörte er sie nicht, aber er streckte ihr seine Hand trotzdem entgegen, dann kraulte er ihr schnell die Nüstern.
"Na du?" fragte er sie lächelnd.
Aw, du bist knuffig. Ich glaube, dich könnte ich mögen!
Zum dritten Mal wurde die Stute zur Aufstiegshilfe gebracht und bekam einen anderen Reiter.
Seid froh, dass ich nicht so faul bin, wie die meisten anderen Schulpferde, die ich schon mal gesehen hab. Dachte sie sich.
Der Junge saß nicht so geschickt auf, strengte sich aber an, ihr nicht in den Rücken zu fallen.
"Also die Hilfen nimmt sie gut an, du musst ihr nur genau zeigen, was du von ihr willst." Lautete die kurze Einweisung der Chefin, dann trieb Jack Dakota an. Er tat nicht so viel, wie die Chefin gerade eben, machte auch oft noch einige Fehler mit der Gewichthilfe, aber er schien sich anzustrengen, weshalb Dakota ihm etwas entgegenkam. Sie sah Chantal am Tor mürrisch auf ihren gut gestellten Kopf starren und freute sich innerlich.
Tja. That's what you get!
Immer, wenn ihr Weg sich mit Breezys kreuzte, schenkte Dakota der Scheckenstute durch ihr Ohrenspiel signalisierend Aufmerksamkeit
Und? Wie läufts bei dir? Wie ist sie so? Was meinst du, wie lange noch?
Fragte sie sie häufig.
Jack sollte sie ebenfalls traben und galoppieren, aber sie benahm sich. Auch wenn sie bei jedem Galopp leicht übermütig wurde. Hey, wenigstens versuchte sie irgendwie, sich zusammen zu nehmen, aber ... Galopp!
"Gut, das war's. Ich denke wir behalten sie beide endgültig. Reitet sie noch trocken, dann könnt ihr absitzen. Das reicht auch erstmal." Lautete der letzte Befehl der Chefin, dann wurde Dakota erlaubt, den Kopf zu strecken und sich auszuruhen. Sie war verschwitzt, aber das war es wert gewesen! Und nun blieb sie mit ihrer Freundin zusammen hier! Yay!
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Predawn am So Apr 12, 2015 10:02 pm

ENDLIIIIIIIICH! Schrie die Stute innerlich. Stöhnte, schnaubte. Schnaubte nochmal. Stöhnte und schnaubte. Und stöhnte. Und schnaubte. Immer wieder. Serena hatte sie noch im Leichttrab die Zügel rauskauen lassen. Ihre gute Freundin Dakota wurde währenddessen fleißig getestet. Immer noch. HOLY SHIT! Ein Satz nach hinten. fast wäre ihr ach so gute Freundin einfach auf sie drauf gesprungen. Serena obendrauf schien sich genauso erschreckt zu haben. Ein Glück war sie von ihrem plötzlich Sprung nicht runtergefallen. Dafür lag sie nun aber halb auf ihrem Hals. Schnell setzte sie sich wieder richtig hin. Diesmal blieben sie im Schritt. AH, FEIERABEND! Wurde aber auch Zeit… Breezy streckte ihren Hals zum Boden aus und machte riesige Schritte. Eins, zwei, drei, vier. Eins, zwei, drei, vier. Und jedesmal, wenn die größere Stute an ihr vorbei rannte, spitze die die Ohren. So, wie sie es eigentlich die ganze Zeit getan haben.
Für eine gefühlte Ewigkeit lief sie im Schritt durch die Halle, dann wurde aufmarschiert und abgesprungen. Man fummelte noch ein wenig an ihr rum, machte das Martingal ab, Steigbügel hoch und die Zügel vom Hals. Dann würde sie aus der Halle und zurück in ihre Box geführt. Dort dauerte es nicht lange, bis ihre Freundin ebenfalls erschien. Serena öffnete den Gurt, nahm ihr die Trense und dann direkt den Sattel ab. Gamaschen hatte sie ja keine. Noch keine. Nach kaum einer Minute tauchte das rothaarige Mädchen wieder auf, um ihr eine Abschwitzdecke über zu werfen. Guuuut, denn sie war verdammt nochmal nass! Oh! Und Leckerlis hatte sie auch noch dabei! JAY! Eigentlich hatte sie vorgehabt, die Leckereien in einem Happen zu verdrücken, doch sie war immer noch total platt vom Probereiten. Also aß sie schniefend jedes einzeln. Uff. Okay, ich gebe auf, dachte sie resigniert und verweigerte kommende Leckerchen, die man ihr zum Glück in ihren Trog warf. Für später.
Jetzt wollte man mit ihr kuscheln. ICH BIN VERSCHWITZ UND VERKLEBT UND DU WILLST JETZT MIT MIR KUSCHELN? Nicht das sie etwas gegen Streicheleinheiten hatte. Aber sie war verdammt nochmal platt. Ruuuuhe, gebt mir Ruuuuuuhe. "Scheinst ja völlig von der Rolle zu sein, hm?" Stelle das Mädchen fest. "Dann lasse ich dich besser in Frieden." Mit diesen Worten lies man sie alleine. Aaaaah. Für einen Moment stand sie einfach nur so in der Box. Dann drehte sie sich zur Tränke um und saufte ordentlich. Das tat gut! Schnauben schnappte sie sich eine der Karotten im trog. "Ey, Homie, was geht bei dir?" Kauend lugte sie durchs Gitter.
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Leona am Do Apr 30, 2015 10:36 pm

Dakota wurde nach dem Probereiten ordentlich und auch vorsichtig von dem Blonden abgesattelt und abgetrenst.
"Wow, du schwitzt ja ziemlich. Das war wohl etwas viel auf einmal, hm?" sagte der Junge,
Oh ja. Das war es. Aber galoppieren ist lustig!
Der Blauäugige schloss die Boxentür und verschwand mit Sattel und Trense im anderen Stall.
Komm bloß nochmal wieder, mir ist echt kalt! Ich will meine Decke! Und Essen wäre auch ganz toll!
Der Junge kam tatsächlich zurück. Mit Decke! Juhu! Er trat wieder in die Box.
"Damit du hier auch nicht erfrierst, du Hübsche."
Oh, stop it you~
Dachte die Stute amüsiert. Sie bekam ihre Decke und sogar noch einen Apfel und zwei Möhren! Apfel! AAAPFEEEL!
ICH LIEBE ÄPFEL OH MEIN GOTT WOHER WEISST DU DAS AAAHHH APFEEEEL!
Freute Dakota sich und schnappte sich den Apfel in einem Stück.
"Hast du noch nie etwas von Abbeißen gehört?" lachte der Junge.
Abbeißen? Nah. Das dauert mir zu lange.
Nach dem Verzehren ihrer Leckereien und einigen Streicheleinheiten gönnte der Blonde ihr auch ihre wohlverdiente Ruhe. Dakota machte sich erst einmal daran, ordentlich zu saufen, dann bemerkte sie ihre zweite Hälfte im Boxenfenster. Sie drehte sich zu Breezy herum.
Na du? Was ist bei dir so los? Also ich fand den Jungen gerade verdammt nett. Nicht so abgehoben wie Chantal. Also solche Leute wie ihn lasse ich auf meinem Rücken lernen! Er hat mir ja auch etwas zu essen gebracht! Aber überhaupt, jetzt sind wir wohl endgültig Schulpferdchens, nicht wahr? Uuuh ich bin gespannt was noch kommt. Oh hey, was glaubst du, wie die anderen so sind?
Das innerliche Gequatsche ging noch ein Weilchen weiter, bis die Stute die Müdigkeit erwischte.
Wie auch immer Homie. Ich glaub bis zum Abendessen dös ich noch ein bisschen. Ich kann irgendwie kaum die Augen offen halten... Vielleicht war das ja wirklich etwas viel heute. Bin schon gespannt, was morgen so los ist!
Nach einem kurzen Luftstoß durch die Nüstern wandte sich Dakota von dem Fenster ab und stellte sich dann gemütlich hin. Döööösen....
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Predawn am Di Mai 05, 2015 6:09 pm

Am nächsten Morgen hieß es dann auf zu den Paddocks! Man stellte sie und Dakota zusammen auf den Gang zwischen ein paar Stuten und Schulpferde Wallachen. Zum Kennen lernen vermutlich. Und genau dafür war jetzt Zeit! Neugierig standen die Wallache an der Abzäunung um sie zu begutachten. Die Araberstute stellte sich so weit von ihnen entfernt hin, dass sie sich nur mit ausgestreckten Hälsen gerade noch berühren konnten. Bei Wallachen musste man vorsichtig sein… die wurden ganz schnell unfreundlich. Guten Morgen die Herren! Mein Name lautet Breezell! Auf ein gutes Zusammensein! Kaum hatte sie ihren Gedanken zu Ende gedacht knirschte der größte Fuchs sie zornig an. Chill yo tits, buddy… Sie wendete sich den Ponys zu. Der kleinste von den Dreien beschnupperte sie erst neugierig und legte dann ebenfalls mit verzogenen Nüstern die Ohren an. Alle guten Dinge sind drei! Ob der letzte Fuchs sie mögen würde? Aber ja; er war echt knuffig und freundlich. Der Schwarz-braune ebenfalls. Nur versuchte der, an ihrem Halfter zu ziehen. Ätschibätsch! Kommst nicht draaaan~! Einer war noch übrig. Riesig, ja wirklich. Ein riesiger hellbrauner Wallach, der sich nun ganz gemächlich zwischen die Pony schob um sie zu begrüßen. Eindeutig ein Freund und kein Feind. Von 5 Pferden 3 Freunde, das war doch schon mal ein guter Anfang!

[Imma just ignore dem private horses, lel. Die stehen jetzt einfach woanders. >.>]

Auf zu den Stuten! In der Abzäunung links standen eine braune und eine Rappstute. Die Braune war sehr freundlich, die Schwarze war wohl nicht gerade sehr sozialkompetent und hielt sich im Hintergrund. Das könnte wohl noch seine Zeit brauchen, bis man sie besser kennenlernte.
Weiter hinten, in einem anderen Bereich, standen noch 3 andere Stuten. 2 davon waren ziemlich alt und auch ziemlich unfreundlich… ugh. Unter ihnen war noch eine freundliche Haflinger Stute, mit der sie sich gut verstand. Fünf aus Zehn. Immer noch besser als gar nichts. Wie sich Dakota wohl mit den Anderen verstand?
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* Re: Reitverein, yooo

Beitrag von Leona am Mo Mai 11, 2015 9:03 pm

PADDOCK PADDOCK PADDOCK! GOODIE!
Freute sich die Stute, als sie auf einen Gang zusammen mit Breezy gestellt wurde. Schnell allerdings ließ sie Ohren wieder hängen.
Waaaas? Hier ist ja kaum Platz zum Rennen! Ich würde Breezy noch rammen! Och so ein Mist aber auch!
Nicht einmal Gras fand Dakota hier. Aber dafür andere Pferde. Wallache und Stuten! Der Blue Roan trat näher an den Zaun und beschnupperte den, der ihr am nächsten stand. Ein großer Brauner. Er beschnupperte sie ebenfalls, zuckte kurz mit den Ohren und ließ sie dann in Frieden.
Einer scheint schon einmal nett zu sein~
Der nächste, der sie beschnupperte, war ein kleiner Fuchs. Hey, den kannte sie doch!
Du standst doch in der Box vor der ich angebunden war! Wie hießt du noch gleich? Foxi?
Foxi schnupperte nur kurz, da er sie ja schon einmal gerochen hatte. Dann schnappte er schon wieder. Dakota schnappte selbstverständlich zurück.
Du hast mir hier gar nichts zu sagen, du Zwerg!
dachte sie mürrisch. Aber da knirschte doch tatsächlich noch einer von der anderen Seite! Sie fuhr herum. Es war ein weiterer Fuchs, der Größte auf dem Paddock, vor dem Breezy sich schon zurückgezogen hatte. Er hatte die Ohren fest angelegt und schnappte. Dakota presste ihre Ohren ebenfalls fest an den Kopf, stellte sich ihm gegenüber und starrte ihn wütend an.
Von dir lass ich mich sicherlich nicht unterkriegen!
Nach einer Weile des Anstarrens drehte der Wallach um und ignorierte die Stute gekonnt. Deren Ohren stellten sich allerdings wieder auf.
Haha! Gewonnen!
Die beiden anderen Ponys wussten wohl nicht so recht, was sie von ihr halten sollten. Dakota war selbst etwas unsicher bei ihnen. Auch, wenn sie knuffig aussahen. Aber ihre Aufmerksamkeit wurde auch schon wieder abgelenkt, als ein großer -also, wirklich großer- Apfelschimmel, gefolgt von einem Rappen auf sie zukamen. Der Apfelschimmel stellte sich vor sie an den Zaun.
Heeeeey, du bist ja so groß, wie ich!
Erkannte Dakota. Sie hatte die Ohren aufgestellt, als sie den Wallach beschnupperte und ihm dasselbe erlaubte. Und die Ohren blieben aufgestellt! Hey! Er schien sie tatsächlich nett zu begrüßen!
Dir auch einen wunderbaren guten Morgen!
schnaubte Dakota freundlich. Also, sie schnaubte freundlich. Der Satz selbst blieb natürlich in ihrem Kopf. Der Rappe hinter dem Apfelschimmel schien nicht ganz so offen zu sein, wie sein Kumpane. Dennoch kam er nach vorne. Das Ohrenspiel verriet das leichte Misstrauen des Pferdes. Allerdings nahm Dakota ihm das nicht übel.
Oh, keine Sorge. Eigentlich vetraue ich Fremden auch nicht so schnell. Aber ich bin die meiste Zeit über harmlos.
Dasselbe Geschnuppere. Hm. Dakota selbst fand den Wallach in Ordnung. Der Wallach war sich wohl nicht sicher. Er trat wieder einen Schritt zurück. Ein Weilchen blieben die drei Pferde so stehen, aber Bald wandte der Größenkumpane Dakotas sich um und der Rappe folgte ihm wie ein Schatten.
Heey, Breezy! Die sind fast so wie wir!
Rief Dakota innerlich ihrer Freundin zu.
Naja okay, dann nehme ich mal Kontakt zu den Stuten auf!
Die Stute ging zum anderen Zaun. Eine Rappstute sah sie von ihrem Paddock aus an, bewegte sich aber nicht in ihre Richtung.
Gut, dann eben nicht.
Dachte sich der große Vierbeiner, dann schnupperte sie an der braunen Stute am Zaun. Diese war genauso nett zu ihr, wie der Apfelschimmel es gewesen war. Hey, sie hatte doch tatsächlich schon ein paar neue Freunde!
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* Re: Reitverein, yooo

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