He! Wer hat den Prolog gestohlen?

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* He! Wer hat den Prolog gestohlen?

Beitrag von Predawn am So Mai 31, 2015 6:58 pm

Vorgschichte von Alec~
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Beitrag von Leona am Do Jun 04, 2015 11:36 pm


Ein sommerlicher Wind bewegte die Luft zu einer angenehmen Brise, am frühen Abend des 13. Augustes. Die Abendsonne erleuchtete die Dächer eines kleinen, recht unbedeutenden Dorfes am Rande Voisons. Es herrschte eine allgemeine Ruhe in der kleinen Gemeinde, zumindest war es bis eben noch ruhig. Nun stürmte ein Bauer aus einem Haus, in welchem ein wehleidiges Wimmern zu hören war. Er rannte den Weg entlang, der aus dem Dorf herausführte. Die Häuser verschwanden aus dem verschwimmenden Sichtfeld des relativ schnellen Mannes, Büsche ersetzten diese bald vereinzeln, bis der Weg zu steigen begann und sich einer Klippe näherte. Das Meer rauschte ihm entgegen, als er endlich langsamer werden konnte, da sich ein roter Haarschopf blicken ließ. Der Mann, zu dem diese Haare gehörten, saß auf einem Baumstamm und beobachtete die Wellen, die gegen die Felsen preschten, während die Sonne langsam in ihnen verschwand. "ALVARO! ALVARO!" keuchte der Bauer. Der Rotschopf sah sich nach ihm um und blickte ihm mit Verwunderung in den grünen Augen entgegen. "Will? Was ist los, wieso rennst du denn so?" Will stützte sich an den Knien ab, während er keuchte: "Alvaro! Du ... musst sofort ... zurück! Jade ... Jadelyn gebährt!" Mehr Aufforderung brauchte Alvaro Feanor überhaupt nicht. Er sprang auf und rannte in einem Affenzahn an Will vorbei, welcher sich umdrehte, und ihm hinterherjoggte. Er konnte wirklich nicht mehr. Er hatte noch nie wirklich Ausdauer besessen. Alvaro dagegen schon - er musste. Er war ein Krieger gewesen, bevor er mit seiner Frau in dieses friedliche Dorf gezogen war. Er hing so sehr an ihr. Erzählungen zufolge, war es für ihn auch alles andere als einfach gewesen, die sanfte Braunhaarige für sich zu gewinnen.
Der rote Haarschopf flog nur so hinter Alvaro her, als er, in einer verdammt hohen Geschwindigkeit, den Weg entlang raste, um zu dem Haus zu kommen, dessen Tür immer noch leicht offen stand. Er konnte kaum bremsen, als er die Tür vollständig aufschlug, und in die Wohnstube schlitterte. "JADELYN!" rief der besorgte Ehemann, dann schlängelte er sich zwischen die helfenden Frauen hindurch und kniete sich neben das Bett. Seine Frau drehte den Kopf und lächelte ihm gezwungen sorglos zu. Dann packten sie wieder die Wehen. Alvaro griff nach ihrer Hand. "Hey, sieh mich an! Sieh mich an, Jade." Jadelyn drehte den Kopf in seine Richtung. Die türkisen Augen waren trotz der Schmerzen, die sie wohl haben musste, glasklar. Alvaro lächelte und strich ihr die verschwitzten, braunen Strähnen aus der Stirn. "Ich bleib hier, okay Süße?"

Jadelyn entwich ein Kichern. 'Süße'. So hatte er sie von Beginn an genannt, als er sie das erste Mal gesehen hatte. Alvaro war niemals schüchtern gewesen. Im Gegensatz zu ihr. Sie hatte ihn zu Beginn niemals auch nur angesehen. Und jetzt? Jetzt gebahr sie sein Kind. Eine weitere Wehe schüttelte sie, so stark, dass sie aufschrie und die Hand ihres Mannes beinahe zerquetschte. Er verzog keine Miene, er blieb einfach bei ihr. Bis beide ein Schreien vernahmen. Die Frau blickte nach vorn. Eine ihrer Freundinnen hatte das Bündel auf dem Arm, welches gerade in Tücher gewickelt wurde, und hemmungslos weinte. Lächelnd übergab sie Jadelyn, nachdem die ganze Prozedur der Entbindung beendet war, das Bündel. "Es ist ein Junge geworden, Jade." Jadelyn betrachtete ihr Neugeborenes, zusammen mit Alvaro, der sich über ihre Schulter beugte. Ihr Mann lächelte liebevoll. "Er hat deine Augen." flüsterte er. Jade kicherte. "Ja. Und deine feuerrote Haarpracht." Alvaro grinste nun und küsste seiner Frau die Wange, dann fuhr er dem kleinen Jungen über die bereits hervorkommenden, roten Haare. "Wie möchtest du ihn nennen?" Seine Frau beäugte ihn. "Er ist auch dein Sohn. Wieso soll ich den Namen selbst auswählen?" Jade's Mann konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Alvaro schüttelte den Kopf. Das war typisch für seine Frau. "Natürlich ist er das. Aber ich möchte wohl behaupten, dass du mehr Arbeit geleistet hast, als ich." Der rote Schimmer auf den Wangen Jade's wärmte ihm sein Herz - sie schaffte es immer wieder. "Ich benenne einfach das Nächste. Abgemacht?" Nun lachte sie wieder. "Na schön, Alvaro, ich kann dich sowieso nicht umstimmen, richtig?" Er schüttelte entschieden den Kopf, während er dem seinem Sohn den Zeigefinger anbot, den dieser auch fast sofort ergriff. Jadelyn schmunzelte gutmütig. "Was hältst du von Alec?" Alvaro's Miene wurde unglaublich warm. "Alec also? 'Beschützer'?" seine Frau nickte überzeugt, während der Grünäugige selbst leise lachte. "Also dann - Wilkommen in der Familie, Alec." Als hätte der winzige Knabe die Worte verstanden, die an ihn gerichtet wurden, giggelte er und griff nach den Haaren seiner Mutter. Sie ließ ihn gewähren und tauschte einen Blick mit dem Vater des kleinen aus. Die kleine Familie konnte nicht glücklicher sein, in diesem Augenblick.
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Beitrag von Leona am Sa Aug 08, 2015 5:54 pm


"Alec? Alec! Wo steckst du denn schon wieder?" suchend sah Alvaro sich nach seinem Sohn um, welcher (mal wieder) wie vom Erdboden verschluckt war. Der Rotschopf schüttelte den Kopf. Der Vierjährige schaffte es auch immer wieder, zu verschwinden. Und meistens war er dabei in Begleitung. Nach einer weiteren Umdrehung bemerkte der große Mann ein Rascheln in den Büschen, welche zwischen den Apfelbäumen wuchsen, wegen welchen er hergekommen war. Als er darauf zu ging, wurde er beinahe augenblicklich von zwei Mini-Kriegern angegriffen. "ATTACKE!" "FÜR VOISON!" Alvaro fing die Kinder mit jeweils einem Arm auf und lachte. "Da habt ihr zwei mich wohl erwischt! Aber kommt jetzt, es wird bald dunkel. Wir sollten zurückgehen." die beiden kleinen Jungs stöhnten enttäuscht, folgten Alecs Vater dann allerdings ohne Widerworte. Während sie hinter Alvaro herliefen, redeten die zwei angeregt über ihre heutigen Abenteuer. Der stolze Vater schmunzelte. Alec und der Nachbarsjunge Randall waren seit ihrer Geburt die besten Freunde. Sie hatten sich schon als Babys gegenseitig mit Schlamm beworfen. Und wie sie immer geschrien hatten, als man sie dann trennte, um ins Haus zu gehen. Es hatte sich kaum etwas geändert. Nun, außer, dass sie nicht mehr schrien. Dem Himmel sei Dank.
Als sie wieder in das kleine Dörfchen kamen, bemerkte der Veteran auf der Stelle, dass etwas nicht stimmte. In seinem Haus waren mehrere Personen zu erkennen, die hin und her liefen, die Türen der benachbarten Häuser standen offen. Alvaro ließ den Korb voll mit Äpfeln fallen. War es etwa schon soweit? "Papa? Was ist los?" hörte er seinen Sohn, leicht verängstigt. "Ihr zwei wartet hier. Ihr geht jetzt nicht ins Haus, verstanden?" wies er die beiden Kinder an, dann rannte er durch die Tür.

"Papa? Wieso? Papa!" Aber sein Vater hörte ihn nicht mehr. Was war geschehen? War etwas mit seiner Mutter? Sie hatte wegen ihres dicken Bauches in letzter Zeit Schwierigkeiten gehabt, war es jetzt schlimmer geworden? Alec wusste zwar, dass der dicke Bauch seiner Mutter nicht bedeutete, dass sie zu viel aß, sondern, dass er bald ein Geschwisterchen bekommen würde, das hatte man ihm gesagt. Er verstand zwar nicht, wieso es ausgerechnet im Bauch seiner Mutter wachsen musste, aber das hatten die Erwachsenen ihm noch nicht erklärt. Er sei zu jung. Pah! Er war kein Baby mehr! Schließlich war er schon ganze vier Jahre alt! "Was sollen wir denn jetzt machen?" fragte Alecs bester Freund und Nachbar. "Mein Papa hat doch gerade gesagt, dass wir warten sollen." "Ja, aber was ist wenn es schlimm ist?" "Dann hätte Papa das bestimmt gesagt!" sprach der kleine Junge voller Überzeugung. Sein Vater würde das schon regeln! Er war schließlich groß! Die beiden Jungen warteten also vor Alecs Zuhause, wie auf heißen Kohlen. Sie beobachteten, wie der Tumult langsam abnahm, während sie dort draußen auf dem Boden saßen, und es immer dunkler wurde. "Glaubst du, wir wurden vergessen?" fragte Randall schläfrig und gähnte. Energisch schüttelte Alec den Kopf. "Papa vergisst uns niemals!" "Na gut." die Minuten verstrichen weiterhin und während Randall immer schläfriger wurde, war Alec unglaublich angespannt. Er musste schließlich noch nie draußen warten. Vor allem war sein Papa noch nie so aufgeregt gewesen. Zwei weitere Minuten verstrichen, der zwielichtige Himmel war bereits einem Dunkelblauen gewichen, der übersäht war von silbernen Punkten. Dann, endlich, öffnete sich die Tür und die beiden Kinder sprangen auf der Stelle auf die Beine. Alvaro stand im Türrahmen und winkte die beiden Jungen glücklich lächelnd hinein. Alec rannte sofort los, seinem Vater entgegen. Er sah sich schnell im Zimmer um, und entdeckte seine Mutter auf ihrem Bett liegen, umringt von den Nachbarsfrauen, darunter auch Randalls Mutter. Alec quetschte sich zwischen den Frauen hindurch, und kämpfte sich so zum Bett vor. "Mama, was ist los, wieso mussten wir draußen-" der Junge brach ab, als er das Bündel in den Armen der braunhaarigen Frau sah. Diese lächelte ihm zu. "Das ist deine kleine Schwester, Alec." kleine Schwester? Neugierig trat er heran und lugte zwischen die Tücher. Das Baby, das darin lag, starrte ihm mit großen, grünen Augen entgegen. "Die haben ja dieselbe Farbe wie die von Papa!" erkannte der kleine Junge. Jadelyn lachte. "Ja, nicht? So wie deine dieselbe Farbe haben, wie meine." Mit genau diesen Augen grinste Klein-Alec ihr nun entgegen, dann stützte er sich auf die Bettkante. "Wie heißt sie?" "Chloe." Alec sah sich nach seinem Vater um, der sich hinter ihn gehockt hatte.
Die Nachbarn verließen nach und nach das Haus, so auch Randall und seine Eltern. Bald saß die kleine Familie alleine zusammen, zumindest bis Alec einen stolzen Gähner hervorbrachte. "Ich bin müde!" beschwerte er sich dann. Seine Eltern lachten aufgrund dieser deutlichen Äußerung, dann erhob Alvaro sich. "Na dann, ab ins Bett, Großer!"
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Beitrag von Leona am Sa Aug 08, 2015 9:39 pm


In dem kleinen Dorf war es wie immer friedlich. Es war Frühling, und der Geruch der erblühenden Pflanzen lag in der Luft. Die kleine Chloe war mittlerweile drei Jahre alt, und spielte im Haus, während Jadelyn putzte und die Wäsche wusch. Alvaro war zur Zeit mit einigen anderen Männern im Wald, um Feuerholz zu sammeln. Die Nächte waren immerhin noch recht kühl, auch, wenn es tagsüber allmählich wärmer wurde. Und Alec? Nun ja...
"IHR ROTZLÖFFEL! FRECHHEIT! SOFORT RUNTER!" schrie der Bauer den beiden siebenjährigen Knaben nach, als sie von dannen ritten, auf zwei seiner Schweine. "Hab ich nicht gesagt, dass es lustig wird? Hör nur, wie der sich aufregt!" lachte Alec, als er sich mit all seiner Kraft auf dem Rücken des panisch buckelnden Schweines festklammerte. "Ah! Ja, aber bring mich nicht zum Lachen, sonst falle ich noch!" rief Randall ihm zu. "Memme!" grinste Chloes großer Bruder und flog im selben Atemzug vom Schwein hinunter in den Dreck. Als Randall das bemerkte, schüttelte ihn ein Lachanfall, sodass auch er vom Schweinerücken purzelte. Die Jungen sahen sich an, das Gesicht voller Schlamm. Dann begannen sie zeitgleich, zu lachen. Zumindest bis die nähernde Stimme des Bauern und das Bellen seines Hundes ihnen Beine machte. "HALUNKEN! DIEBE! SCHUFTE!" "Schnell! Wir verschwinden!" grinste der Blauhaarige der beiden, dann sprangen sie auf die Füße und rannten was das Zeug hielt. In den Feldern vor ihrem Dorf krochen sie zwischen den Mais und warteten. Komplette Stille herrschte bei den beiden Kindern, bis sie sich sicher waren, dass der Bauer ihnen nicht mehr folgte. "Glaubst du, der hat uns gesehen?" "Der alte Miesepeter? Ach was. Der sieht doch keine zwei Meter weit." Aus dem Kichern der Jungen wurde schnell ein Lachen, welches so lange anhielt, dass sie sich schon die schmerzenden Bäuche halten mussten. Nachdem sie sich beruhigt hatten, lagen sie eine Weile auf dem Rücken zwischen den Maispflanzen und starrten nach oben.
Bis Alec ohne weitere Vorwarnung aufsprang und losrannte. "Hey! Wohin willst du? Alec! Warte!" Randall hatte Mühe, seinem Freund auf den Fersen zu bleiben, vor allem in diesem Maisfeld, aber er schaffte es trotzdem, rechtzeitig aus dem Mais herauszuspringen, um zu sehen, wie Alec mit einem lauten "WHOHOOOOO!" in den Fluss sprang. "Hey was machst du da?" "Ich will den Schlamm nicht erklären müssen!" Randall zuckte nur mit den Schultern, dann sprang er hinterher.

Man sollte meinen, die Jungen sollten mit der Zeit dazu lernen. Das taten sie nicht. Nicht einmal, als sie von ihren Eltern erwischt und ausgeschimpft wurden, hörten sie mit dem Schweinereiten auf. Der Bauer hatte sich mehr als einmal bei ihren Eltern beschwert. Vor allem, als Chloe auch noch damit anfangen wollte. Und nun, drei Monate später, ritten die zwei Freunde die Schweine wie Pferde durch das kleine Dorf. Ihr Ziel waren mal wieder die Felder auf der gegenüberliegenden Seite. "Du entkommst mir nicht!" "Träum weiter, Randall! Ich werde wieder gewinnen!" zum wiederholten Male führte Alec bei dem traditionellen Schweinerennen gegen Randall. Sie hatten damit begonnen, sobald sie die Tiere halbwegs lenken konnten, die in ihrer Panik natürlich blind durch die Gegend stürmten, um ihre Reiter loszuwerden. Neigten die Jungen sich also in eine Richtung, jagte das Schwein meistens in die andere. Meistens. Sie waren schon oft heruntergefallen, weil das Schwein in die Richtung lief, die sie nicht erwartet hatten. Dieses Mal allerdings passierte es auf gerader Strecke - und zwar als Alecs rechtes Auge zu schmerzen begann. "AH! AUA!" reflexiv fasste der Junge sich an die schmerzende Stelle und fiel in Folge dessen natürlich von seinem Schwein. "HAH! Den Eber hast du geritten, aber die Sau wirft dich ab?!" "Halt die Klappe! Das ist doch nicht meine Schuld!" zornig aufgrund der Peinlichkeit rappelte der Junge sich auf, die Hand immer noch auf seinem schmerzenden Auge. Mittlerweile pochte es so sehr, dass Tränen in Alec aufstiegen, die er aber um jeden Preis zurückhielt. Davon alarmiert sprang auch Randall von seinem Schwein und rannte dem Rotschopf entgegen. "Was ist denn überhaupt los?" "Ich weiß nicht. Mein Auge tut so höllisch weh..." "Ist was reingeflogen?" "Nein! Wegen einem Insekt falle ich doch nicht runter!" schnappte Alec, überfordert mit dem pochenden Schmerz in seinem Auge. "Sollen wir zu deinen Eltern?" energisch schüttelte Alec den Kopf. Er war doch kein Baby mehr! Wegen einem schmerzenden Auge zu seinen Eltern! Was sollte denn Chloe von ihrem Bruder halten? Der Siebenjährige wollte, dass sie zu ihm aufsah, so wie er zu seinen Eltern! Er war immerhin älter als seine kleine Schwester! Während die Jungen warteten, ebbte der Schmerz in Alecs Auge wieder ab, so lange, bis er blinzeln konnte. "Es hat aufgehört." sagte das tapfere Kind und öffnete sein Auge wieder. Er sah durch dieses Auge nur noch verschwommen. Erschrocken rieb er es mehrere Male und blinzelte so lange, bis es sich wieder zu klären begann. "Ä-Ähm ... Alec wir sollte wirklich ... zu deinen Eltern gehen ..." "Was, wieso es hat doch aufgehört." "Ja, aber es ist nicht weg!" "Was ist nicht weg? Es tut gar nicht mehr weh, wirklich! Ich sehe auch normal!" "ABER ES LEUCHTET!" schrie Randall ihm jetzt entgegen. Alecs Augen weiteten sich vor Schreck. "Papa ist auf dem Maisfeld da hinten." brachte er noch heraus, dann rannten Randall und er so schnell sie konnten zum Feld, die herumstreunenden Schweine waren komplett vergessen.
Alec hatte die Hand wieder auf sein Auge gelegt, um es zu verstecken. Es machte ihm Angst, was Randall gesagt hatte. Er konnte sich nicht vorstellen, dass er es nur so sagte, vor allem, da sie jetzt wie vom Teufel gejagt zum Feld rannten. Was war mit seinem Auge passiert?!
Sein Vater sah bereits auf, als er die Jungen nur über den Feldweg stürmen hörte. Er sammelte die Kolben am Wegesrand ein, daher sahen die Jungen ihn sofort. Sein fragender Blick wechselte zu alarmiert, als er sah, wie aufgelöst die Freunde waren. "Was ist passiert, weshalb rennt ihr so?" fragte er daher sofort, als Alec und Randall zum Stehen kamen. "Wir - also, wir - wir waren spielen - und - und dann - dann - dann war Alec -" keuchte Randall völlig außer Atem, während er immer wieder nach Luft schnappte. Alec unterbrach ihn letztendlich. "Pa - Papa, mein - mein Auge!" Alec konnte die Tränen nun kaum noch zurückhalten. Er wusste nicht, was los war! Alvaro selbst erstarrte vor Schreck, als er das hörte. Er kniete sich hinunter und fasste seinen Sohn bei den Schultern. "Zeig mal her." "A-Aber..." "Alec, zeig mir dein Auge!" nun widersprach der verschreckte Rotschopf nicht mehr. Er nahm die Hand weg und öffnete langsam sein Auge. Als er es vollständig geöffnet hatte, fuhr ein weiterer Schreck durch die Glieder seines Vaters. Auf der türkisen Iris des Sohnes war ein heller, fast schon weiß leuchtender Stern zu sehen. Also doch. Jadelyn und Alvaro hatten sich schon fast in Sicherheit gewogen, nachdem sieben Jahre lang keine einzige Spur von diesem Zeichen war. Allerdings hatte es sich wohl nur verspätet. "Papa, was ist das?!" die panische Stimme Alecs rissen Alvaro wieder aus seinen Gedanken. "Das Zeichen deiner Abstammung." "Was? Wa-was heißt das?" Alvaro nahm eine Hand von der Schulter des Kindes und wies auf sein eigenes Auge. "Hier. Sieh mal ganz genau hin. der Junge tat, wie ihm geheißen, dann schnappte er nach Luft, als er die feinen, kaum helleren Linien im Auge seines Vaters sah. "Du hast einen Stern im Auge!" erkannte er. "Den gleichen wie du. Nur, dass meiner schon lange nicht mehr leuchtet." Der Grünäugige erntete nur einen verwirrten Blick von beiden Kindern. "Ich erkläre dir später alles. Jetzt komm erstmal mit zu deiner Mutter. Randall, du gehst besser auch nach Hause." Randall nickte, zögerte dann aber. "Ist es ... sehr schlimm?" Als er das hörte, stahl sich ein Lächeln auf Alvaros Gesicht. "Nein. Mach dir keine Sorgen." der Blauhaarige nickte, sichtlich erleichtert. Alec selbst hatte sich auch etwas beruhigt, versteckte das glühende Auge aber dennoch, als sie zurück zum Haus liefen.
Verwundert über die frühe Heimkehr ihres Mannes war Jadelyn mit Chloe zusammen zur Eingangstür gelaufen, verwundert und besorgt zu gleich. "Was ist denn los?" fragte sie ihren Mann, der Alec an der Hand hielt. Die andere Hand des Kindes war auf dessen rechtes Auge gelegt. Die Braunhaarige beschlich eine böse Vorahnung, die sich leider auch bestätigte. "Jade, er ist ein Berserker."
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