Seth x Leyla

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* Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:15 pm

War klar. Ich musterte den jungen Mann kurz. Er war nicht mit dem Auftrag zu Frieden. Wollte kämpfen... Was für ein Depp. Wenn er einen Auftrag erfüllen wollte in dem man kämpft. Dann sollte er doch verdammt nochmal lesen was dadrauf stand. Hm. "Wo der Auftragsgäber wohnt?" Naja. Irgendwo in Magnolia... Magnolia war groß... "Hier steht die Adresse drauf... Keine Ahnung wo das ist." Zuerst legte ich den Kopf leicht schief und versuchte ein beschämtes lächeln rauszubringen, doch als das nicht gelang blickte ich beschämt auf den Boden. Man ich lebte jetzt schon etwas länger in Magnolia und dennoch fan ich mich hier immer noch nicht zu recht. Auch wenn ich mir noch so viel merken konnte. Mein Orientierungssinn war der letzte Dreck. Aber hey. Seth würde sich hier bestimmt aus kennen. Er würde uns bestimmt dahin führen können. Tja. Wie waren halt ein eingefleischtes Team.
Und irgendwann hatten wir es dann geschafft an den Ort zu gehen, an den wir gehen sollten. Die Straße war nicht unbedingt die prunkvollste und auch das Haus des Auftraggebers war nicht das schönste. Der hatte wirklich so viel Geld? Na. Warscheinlich war die Botschaft so viel wie sein Leben wert. Desshalb durfte man sie warscheinlich auch nicht öffnen. Oder es geht um irgendein Geschäft. Warum überbringt der Kerl sie nicht einfach selber. Dann hätte er sich sein Geld sparen können. Aber, auf dem Weg könnten doch soo viiiiele bööse Gestalten sein. Meine Güte. Das ist wirklich kein Job für Magier. Aber okay. Es gab viel Geld und das einzige was wir machen müssten ist laufen. Dann haben wir wenigstens Geld. Ich sollte mich nicht darüber beschweren. Nein das sollte ich lassen. Ich sollte lieber in dieses Haus hinein gehen. "Warte du hier draußen, ich bin gleich wieder da!", sagte ich zu Seth bevor ich klingelte und hinein ging.
Ein wiederlicher Geruch drang in meine Nase und ich war schon kurz davor mich zu übergeben. Hey. Wollte der mich ersticken? Ein etwas kleiner Mann lächelte mich an. Eh? Sein lächeln war gruselig. Es wirkte irgendwie... Irgendwie wiederlich. Er war wohl schon etwas älter. Zumindet hatte er graue Haare. Und falten. Und... Und ein wiederwertiges Grinsen. Das war wirklich wiederlich. Und beängstigte mich. Nicht das ich meine Angst offen zeigen würde, nein. Aber irgendwie war mir der Kerl unheimlich. Ich wünschte mir ich hätte Seth hierrein mitgenommen. Aber nein, ich hatte es nicbt getan. Warscheinlichhätte er in unserem Auftragsgeber einen Feind gesehen und er hätte ihn dann sofort in einen Eisblock verwandelt. Na. Okay so dumm war selbst er nicht. Wir brauchten diesen Auftrag um an undser Geld ranzukommen. Mein Blick streifte abermals den etwas gruseligen Mann. Er war mir näher gerückt und er schaute nicht in mein Gesicht. Moment er schaute nicht in mein Gesicht? Wohin. Na klar. Zwar waren meine Klamotten nie sonderlich weit ausgeschnitten, aber etwas war zu sehen. Ich blickte ihn nur böse an. Ich wollte hier heraus. Der Kerl ging noch einen Schritt nach vorne und ich weichte einen zurück. Er ging noch näher, und noch näher. Ich versuchte mich zu räuspern, aber irgendwie gelang es mir nicht. Verdammt. Er kam näher und näher... Was war das denn für ein pädophiler Auftragsgeber? Seth, warum bist du nicht mit rein gekommen?
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:16 pm

Mit großen Schritten folgte der junge Mann seiner Teampartnern und wartete schweigend auf eine Reaktion ihrerseits. Seine eine Frage überging sie ganz einfach. Das war wohl ein nein. Pff. Wie langweilig war das denn? Aber anderseits; man wusste ja nie was sich aus so einem Auftrag entwickeln konnte. Vermutlich würden es Leute wie die zwei niemals schaffen so einen scheinbar einfachen Auftrag einfach auszuführen, ganz ohne das es irgendeinen Zwischenfall gab. Sie schienen Unglücke gerade so anzuziehen, aber Seth für seinen Teil störte das eher weniger. Leylas Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Sie wusste auch nicht wo dieser ominöse Auftraggeber wohnte? Hm. Der dunkelhaarige trat hinter sie und beugte sich mit seinem Kopf über ihre Schulter um die Adresse, die sie angesprochen hatte, auf dem zettel in ihrer Hand lesen konnte. Der jungen Frau schien es unangenehm zu sein, das sie nicht wusste, wo genau sie hin sollte und aus Erfahrung beließ der Eismagier es dabei und sagte nichts dazu. Stattdessen nickte er mit dem Kopf in eine Richtung und bog dann in eine schmale Gasse ein. Hier irgendwo musste es eigentlich sein, wenn seine Erinnerung ihn nicht täuschte.

So langsam fragte sich Seth doch, warum sie eigentlich nach Era laufen sollten. Was war der Sinn davon? Sollten sie etwas überbringen, in Era etwas erledigen? Nun, vermutlich würde er es gleich erfahren. In der richtigen Straße angekommen hielt der junge Mann schließlich vor einem kleinem Haus, das nicht gerade vertrauenerweckend aussah. Eigentlich wirkte die ganze Gasse hier heruntergekommen und zu einem gutem Teil auch verlassen. Irgendwie stank das ganze zum Himmel. Warum lebte ihr Auftraggeber scheinbar in solchen Zuständen und konnte so eine Menge Geld auftreiben, um zwei ausgebildete Gildenmitglieder von Magnolia nach Era, einer ziemlich ungefährlichen Strecke, zu schicken? Seth runzelte die Stirn. Irgendetwas stimmte hier nicht. Und als Leyla dann auch noch alleine in das Haus hinein ging bekam er ein ganz doofes Gefühl, was er allerdings nicht wirklich deuten konnte. Würde schon nichts passieren. Er sollte sich Mal nicht so viele Gedanken machen. Gelangweilt lehnte er sich gegen die Hauswand und wartete darauf, das seine Teamparternin wieder auftauchte. Sein Blick wanderte zur Seite und er stellte fest, das er genau neben einem ziemlich verdrecktem Fenster stand. Rein intuitiv wischte er ein bisschen daran herum, bis er in den Raum blicken konnte, der genauso schäbig und heruntergekommen aussah wie der Rest.

Nun, das war aber nicht das, was seine Aufmerksamkeit fesselte. Viel mehr starrte er auf einen kleinen Mann mit grauen Haaren, den er allerdings nur von hinten sehen konnte. Es wäre ja alles okay, wenn dieser Mann nicht gefährlich nahe an Leyla heran gegangen wäre, und dies mit ängstlichem Gesichtsausdruck zurückgewichen wäre. Abrupt drehte der Eismagier sich um und ging mit schnellen Schritten auf die alte Holztür zu. Mit einem lautem Knall pfefferte er sie auf und trat mit lässigem Gesichtsausdruck ein. Dann räusperte er sich und stellte sich neben seine Teampartnerin, als wäre gar nichts geschehen. Mit abwarteten Gesichtsausdruck sah er auf den Mann hinunter und hob dann eine Augenbraue. Na was? Würden sie jetzt endlich ihren Auftrag bekommen oder wie? Sie konnte natürlich auch noch ewig hier stehen und sich ein Blickduell liefern, aber darauf hatte er nun wirklich keine Lust.

»Also?«, fragte er mit ungeduldigem Unterton und ließ seinen Blick nicht von ihrem anscheinend Auftraggeber. »Wir sind hier wegen des Auftrages.«, meinte er und nickte dabei mit dem Kopf zu dem Zettel in Leylas Hand. Das hatte er vermutlich auch schon längst begriffen, aber was solls. Die braunhaarige sah er nicht an, denn er war sich fast sicher, das ihr die Situation unangenehm war. Schließlich hatte er sie gerade vermutlich vor sonst was gerettet, aber eben dies ließ er sich nicht anmerken geschweige denn kam darauf zu sprechen. Das beste wäre einfach, wenn sie so schnell wie möglich hier abhauten und ihren Weg in Richtung Era antraten.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:16 pm

Es war schon fas so als hätte er meine Gedanken gelesen. Denn genau jetzt stand er neben mir und bietete mir halt. Der pädophile alte Herr war nun der Mensch der einen Schritt zurückwich und dann etwas verdutzt rein schaute. Er wusste nicht was er sagen sollte. Erst als Seth dann vollkommen normal den Auftrag ansprach konnte der werte Herr wieder etwas sagen. „Achso... Desshalb seid ihr gekommen... Hier das ist für euch! Ich hoffe ihr führt den Auftrag gut aus. Tschüß!“ Es war schon fast so als wollte er uns wieder hinausdrängen. Na gut, also ich hatte kein Problem damit da raus zu kommen. Denn der Geruch war wirklich abscheulich und die ganze Situation war mir irgendwie unangenehm. Ich hätte mich doch eigentlich wehrren können... Wenn ich wollte, hkönnte ich das. Aber irgendwie... Des kam mirt einfach nicht in den Sinn.
Mein Gesicht wandte sich zur Seite und musterte Seth. Ob er mich gleich darauf ansprechen würde? Das wollte ich nicht. Es war mir peinlich. Vielleicht... Vielleicht sollte ich ihn jetzt ersteinmal nicht mehr von mir weichen lassen. Ich weiß nicht. Er war ein guter Bodyguard. Er würde mich beschützen. Darauf könnte ich mich eigentlich schon fast verlassen. Wenn ich normal wäre hätte ich mih schon längst auf ihn verlassen. Würde ihm nicht von der Seite weichen und ihn als mein Schwert verwenden. Er war immer zum Kampf bereit und ich würde mich auf ihn verlassen können. Wäre ich normal. Aber ich bin ich. Und werde nie jemandem vertrauen können. Es kann immer passieren das man verraten wird. Ja ich war zu vorsichtig. Ich wusste es, aber ich konnte kein vertrauen fassen.

Sollte ich nun etwas sagen? Sollte ich mich bedanken? Immerhin hatte er mich gerade daraus gerettet. Und wer weiß was sonst noch passiert wäre... Ich sollte mich bedanken. Aber wie? Ich... Eh. Ich war nicht gut darin. Ich war meistens sowieso nur alleine. Eigentlich verbrachte ich nur auf Aufträgen Zeit mit anderen Leuten. Ich lebte eher in mich gekehrt als offen. Aber ich musste dieses Wort über meine Lippen bekommen. Schließlich. Schließlich hatte er mich in diesem Sinne gerettet, auch wenn ich es mir nicht wirklich eingestehen konnte. Aber irgendwie. Es war einfacher gedacht als gesagt. Na gut. Einfach nur danke sagen. Das ist nicht schwer. Denke ich. Hoffe ich. “Danke.“ Geht doch. So schwer war es jetzt doch auch nicht. Musste ich eigentlich noch irgendwas begründen? Nein. Er wusste bestimmt was gemeint war, hoffte ich. Naja es war egal. Ich hatte mich entschuldigt und damit wars gut. Also konnten wir jetzt los gehen. Oder?

“Ich schlage vor wir gehen weiter, in Ordnung?“ Tatsächlich war ich seit eben sanfter zu meinem Teamkollegen geworden. Ich gab jetzt nicht nur Befehle, ich fragte sogar nach. Naja eigetnlich waren diese Fragen eher rhetorisch, als irgendwie ernst gemeint. Aber immerhin hatte er so eine Chance zu wiedersprechen. Ich ging einige Schritte nach vorne. Und dann ging ich noch ein paar. Und dann irgendwann war ich auch schon aus Magnolia draußen. Mich überkam die plötzliche Hitze und mir war plötzlich schweine warm. Ja ich wusste das wir Frühling hatten und es eigentlich kühl sein musste, aber irgendwie fand ich es doch ziemlich warm. Nein das war nicht nur mein Gefühl. Für den Frühling war es wirklich sehr warm. Naja eigentlich sollte ich mich nach dem Winter über diese Wärme freuen. Aber mir war es eindeutig schon zu warm und das sollte auch Seth wissen also teilte ich mich kurzerhand mit. Einfach nur um ihm ein bisschen auf die nerven zu gehen... “Mir ist wa-harm~“, beschwerte ich mich. Jaja. Ich war gemein, aber auch er ging mir manchmal auf die nevren. Schon allein wenn er angedackelt kam das er einen Auftrag erledigen wollte. Ich war die Faulheit in Person und hatte nie Lust auf Aufträge. Aber irgendwie schaffte er es immerwieder genau dann zu kommen wenn ich wirklich garkeine Lust hatte. Aber das war Seth. Seth der mich im Kampf super ergänzte. Der coolste, epischste und rawrigste~ Kerl den ich je gesehen habe. Ich meine Eismagie ist sowas von raaaawr~ Es wunderte mich schon das ich nicht im nächsten Moment über ihn herfiel. [Krass Leyla o.o] Mein Blick streifte seinen Körper. Aber irgendwie war er doch süß. Nein nicht süß in dem sinne... Sondern knuffig. Er war liebenswert. Irgendwie kumpeltyp. Mit ihm musste man sich verstehen, auch wenn er manchmal ein ziemlicher Blödkopf war... Er war mein einziger „Freund“, wobei ich ihn eigentlich schon garnicht als Freund bezeichnen durfte... Wir verstanden uns gut... Aber außerhalb der Aufträge hatten wir nie etwas zu tun. Das sollte sich dringen ändern... Denke ich... Ja... Da sollte sich was ändern!
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:16 pm

Ungeduldig durchbohrte Seth den stämmigen Mann, mit dem widerwärtigem Grinsen mit seinem Blick, und unter diesem schien der sowieso schon nicht recht Große in sich zusammen zu schrumpfen. Die Siegessicherheit wich aus seinem Gesicht und stattdessen machte sich erst erstaunen, dann Überraschung und dann Zorn breit. Am liebsten wollte der Eismagier jetzt siegessicher und überlegen grinsen und ihm irgendeine Bemerkung ins Gesicht schleudern, doch er verkniff es und zwang sich dazu, weiterhin neutral zu gucken. Das klappte auch ganz gut, doch als ihr vermeintlicher Auftragsgeber anfing zu sprechen konnte er sich ein lautes Lachen einfach nicht mehr verkneifen. „Achso... Deshalb seid ihr gekommen... Hier das ist für euch! Ich hoffe ihr führt den Auftrag gut aus. Tschüss!“ Diese Worte drangen aus seinen Mund, und man hörte ganz eindeutig, das er sie so schnell wie möglich wieder los werden wollte - hatte wohl nicht damit gerechnet das es kein armes, einsames Mädchen war. Ganz im Gegenteil. Und auch wenn er nicht da gewesen wäre, hätte sie sich vermutlich irgendwie wehren könnten. Leyla war ja nicht doof. Ganz im Gegenteil. Noch immer lachend riss Seth dem Mann den Brief, den dieser ihnen hinhielt, aus der Hand, drehte sich um, und machte das er dieses Haus schleunigst verließ. Besonders schön war es hier ja nicht, zudem stank es unerträglich. Was war das nur für eine verdammte Bruchbude?! Der junge Mann warf einen Blick zur Seite zu seiner Teampartnerin, und spürte gleich, das ihr das unangenehm war. Er kannte sie nun schließlich schon eine Zeit. Unauffällig berührte er kurz aufmunternd ihre Hand, dann legte er einen Schritt zu um vor ihr aus dem Haus zu schlüpfen.

Draußen angekommen atmete Seth erst ein Mal tief ein und aus - frische Luft war wirklich wunderbar, vor allem nach so was. Mittlerweile hatte er sich auch wieder beruhigt und lässig drehte er sich nach Leyla um, als wäre nichts passiert. Wie es seine Art war drückte er ihr den Brief in die Hand - damit konnte er schließlich nichts anfangen. Dann setzte er sich wieder in Bewegung und eine kurze Stille entstand. Er wartete darauf das die junge Frau von selber etwas sagen sollte, er selber würde bis dahin schweigen. Irgendwann vernahm er dann - nachdem er schon fast nicht mehr mit gerechnet hatte und sich auf ein langes Schweigen eingestellt hatte - ein gequetschtes Danke ihrerseits. Als Antwort nickte er nur und grinste sie breit an, konzentrierte sich dann wieder aufs Laufen. Auf ihren Vorschlag, weiter zu gehen, ging er gar nicht ein, schließlich war er schon längst wieder los gegangen. Der Weg war eigentlich ganz einfach, es gab kaum Abzweigungen, und so konnten sie sich auch nicht verlaufen. Allerdings bogen sie bald auf eine Art Feldweg ein, der nicht ganz eben war, allerdings umgeben von Feldern und Baumgruppen, sprich es war recht schön und angenehm hier. Aber trotzdem wuchs langsam aber sicher wieder die Langeweile in Seth; So schön ein Wanderung und die Natur auch sein konnte, einfach nur zu laufen war doch echt ätzend. Außerdem wurde ihm aus irgendeinem Grund gerade ziemlich warm. Pff. Er mochte Wärme nicht.

Als er den Kommentar der Braunhaarien hörte, das ihr ebenfalls warm war, hatte er sich schon längst seinem Oberteil entledigt und ließ es lässig in der Luft umher wirbeln. »Zieh dich aus.~«, schlug er mit einem frechem Grinsen vor, wobei man doch recht deutlich heraushört, das er das nicht ganz Ernst war. Im Allgemeinen hatte er nichts gegen... nun, gegen Nacktheit, er hatte kein Problem damit, aber er ging nicht im geringstem davon aus das Leyla so was tatsächlich tun würde. Niemals. Der Blick des Eismagiers wanderte gen Himmel und er runzelte die Stirn. Die Sonne näherte sich bereits gefährlich nahe dem Horizont, nicht mehr lange und sie würde untergehen. Mit dem Sonnenlicht nahm auch die plötzlich aufgekommene Wärme wieder ab. Komisch, das Wetter momentan. Dabei war es doch auch erst Frühling. Naja, konnte ihm egal sein. Auf jeden Fall... Heute würden sie Era bestimmt nicht mehr erreichen, und er persönlich hatte auch keine Lust die Nacht durch weiter zu laufen. »Wir sollten uns bald Mal nach einem Schlafplatz umsehen.«, schlug er also an seine Teampartnerin gewandt vor und begann automatisch nach einem geeignetem Ort Ausschau zu halten. Vermutlich wäre eine Baumgruppe ganz praktisch, da wären sie wenigstens einigermaßen geschützt - auf freiem Feld war man nicht so sicher und fühlte sich außerdem automatisch ungeschützt. Und ohne es selber zu bemerkten steuerte er schon leicht auf einen Ort zu, den sein Kopf für ganz praktisch hielt.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:16 pm

Seinen Kommentar hätte er sich – genauso wie auch die Berührung von seiner und meiner Hand von vorhin – sparen können. Er wusste das ich mich nicht ausziehen würde. Nicht vor ihm. Das würde mir irgendwie Angst machen. Seehr viel Angst. Ich wollte nicht das mein Teampartner wusste wie ich halb nackt aussah. Das wäre mir unangenehm. Besonders weil er männlich war uind ich weiblich. Es reichte mir ja schon, dass er wusste wie ich angezogen aussah! Mein Blick wanderte zu seinem Körper hinüber und – oh welch ein Wunder – er war halb nackt. Er sollte sich gefälligst wieder anziehen. Sonst bestand die Gefahr wieder das ich über seinen tollen Körper nachdachte und sein Körper war wirklich – hey. Da passierte es schon wieder. “Zieh dich gefälligst an!“, sagte ich mit hochrotem Kopf und ich hoffe er schob das in diesem Fall auf die Hitze, oder die Wut. Denn am Ende würde er noch denken ich stehe auf ihn... Dabei stimmte das nicht. Ich fühlte keine Gefühle wie Liebe, oder so einen Dreck. Ich brauchte das nicht. Und ich konnte auch weitaus gut ohne so einen Scheiß leben. Ich blickte nocheinmal auf Seth. Ahahahaha. Er war irgendwie niedlich. Nein niedlich im Sinne von knuffig. Warum? Wie ich jetzt darauf kam. Er sorgte sich um mich – denke ich Mal – obwohl ich meistens nur mit irgendwelchen doofen Kommentaren kam. Er war wie ein treudoofer Hund.

Und dann irgendwann kam er auf eine wirklich sinnvolle Idee. Es wurde solangsam dunkel und er schlug vor einen Lagerplatz zu suchen oder so. Ja, das hätte ich wohl spätestesns in zehn minuten selber vorgschlagen, aber gut das er das getan hat. Mit einem zufriedenen lächeln auf den lippen schaute ich in sein Gesicht und nickte. Um kurz dannach nach einem Schlafplatz ausschau zu halten. Wir würden uns warsvcheinlich irgendwo zwischen Bäumen und am besten in der Nähe eines Sees aufhalten. Und hey dahinten war doch sowas in der Art. Ich ging automatisch ein stückchen nach rechts um Seth und mich schräg in den Wald zu quetschen. Ich hatte ein kleines Stück weiter entfernt einen See aufblitzen sehen. Ich hoffe das hattte ich. Zumindest sah es dannach aus. Ich denke wir könnten dort in der Nähe campieren. Es erschien immerhin logisch. Hier konnten wir Wasser trinken, uns säubern und Fische essen... Wenn wir wollten... Und wenn sie uns schmeckten. Es gab immerhin ziemlich viele wiederliche Fischarten hier. “Dahinten ist ein See!“, ich deutete mit meiner Hand in die richtung wo ich den See gesehen hatte. Warscheinlich hatte Seth – wenn er nicht ganz Blind war – dat doofe Ding auch schon selber entdeckt., aber sicher ist sicher. “Ich denke es würde Sinn machen dort Rast zu machen. Du nicht auch?“ Ich schaute noch einmal kurz zu ihm hinüber bevor ich aus irgendeinem Grund dann doch lieber wieder auf dem Boden starrte. Irgendwo weit weg von uns hüopften Tiere hin und her. Und erst jetzt überkam mich erst wieder das Gefühl wieder richtig in der Natur zu sein.

Ich war schon lange nicht mehr so sehr mit der Natur verbunden gewesen. Nur bei Aufträgen, so wie heute. Aber irgendwie war es heute was anderes. Die Stimmung war nicht sonderlich trüb und streng, sondern eher aufgelockert. Und wir hatten keinen festen Plan wie wir was und wann erledigen musten, wir konnten uns reintheoretisch so viel Zeit lassen wie wir wollten und das gefiel mir. Und das machte mich anscheinend auch so entspannt.

Etwas neugierig betrachtete ich dann den Brief in meiner Hand. Warum durfte ich sie eigentlich nicht öffnen? Ich würde liebend gerne... Ging es vielleicht um irgendwas perverses, oder so? Naja wohl eher nicht... Er war bestimmt nur ein Geschäftsmann der irgendwelche geheimen Informationen überliefern musste. Und dieses Haus war nur Tarnung. Tarnung zu seinem eigenen Wohl. Oder so. Vielleicht war er schwer berühmt und wir wussten es einfach nicht...

Na das war auch egal. Da swürde nichts daran ändern das er ein perverses Arschloch war. Das vermutlich noch kleine Kinder bezahlte um sein sexualleben auszuleben. Oder so. Und ich wäre vielleicht eines sein Opfer gewesen. Wäre da nicht Seth gewesen, der diese ganze Sache viel zu locker nahm. Er konnte noch lachen. Während mir fast das Herz stehen geblieben wäre... Vielleicht sollte ich in nächster Zeit auch nicht mehr so angespannt sein, und versuchen keine Angst zu zeigen. Angst nicht zu zeigen war einfach. Angst zu kontrollieren war einfach. Man musste es nur schaffen sich einfach alles schön zu reden.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:16 pm

Seth zog langsam eine Augenbraue hoch. Was hatte sie eigentlich manchmal für Probleme? Sein Blick wanderte an sich selber hinab. Ihr war doch selber warm, dann musste sie doch irgendwo verstehen können, das er sich, als Junge, seines Oberteiles entledigte - erst recht als Eismagier. Sollte sie sich doch Mal nicht so anstellen. Trotzdem verkniff er sich seinen Kommentar, gehorchte ihr aber auch nicht, stattdessen ignorierte er sie einfach. Gut, da war das Muster seines Fluchs, was die meisten wohl für ein Tattoo hielten. Zumindest hatte ihn noch nie jemand darauf angesprochen, was wohl bedeutete, das sie schon irgendeine Erklärung gefunden hatten. Selbst Leyla, die er nun schon seit mehreren Jahren kannte, hatte ihn nie darauf angesprochen, und jeder normale Mensch wurde irgendwann von Neugier getrieben, wenn er überhaupt nicht wusste, was etwas war. Nun, ihm selber war es gleich, was sie darüber dachten. Früher oder Später würden sie die Wahrheit erfahren. Früher oder Später würde dieser Fluch ihm das Leben nehmen und spätestens dann wüssten sie es doch alle. Früher oder später würde er einen Anfall in ihrer Gegenwart haben. Bisher war es nie dazu gekommen - ziemlich erstaunlich. Während er darüber nachdachte sah er noch Mal kurz zu der Braunhaarigen. Sie war ja ganz rot - Hitze? Wut? Oder etwa doch Schamröte? Bei der Vorstellung konnte er sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, verwarf den Gedanken dann aber wieder. Das wäre unrealistisch, das passte ganz und gar nichts zu ihr. Vor allem hatte sie ihn schon oft halbnackt gesehen. Nein, es musste die Hitze sein. Wenn sie durch diese sogar einen hochroten Kopf bekam, dann musste sie ihn doch eigentlich erst Recht verstehen, oder? Er konnte ja auch nichts dafür das sie ein Mädchen war und das so was für sie demzufolge nicht so einfach war wie für ihn. Sie konnte nicht einfach so ihr Oberteil ausziehen. Tja. Dumm für sie.

Mein Vorschlag wurde mit einem zufriedenem Lächeln quittiert. Als wäre ich ein Lehrling dem man alles noch beibringen musste. Pff. Wenigstens hatte sie Mal nichts gegen das, was ich tat, auszusetzen, das war ja schon Mal etwas. Ein See? Ja, auf den steuerte er auch schon zu. Gedankenübertragung? Vermutlich 'arbeiteten' sie einfach schon zu lange zusammen - da kam es schon Mal vor das man die gleichen Ideen oder Gedanken hatte. Der See war zumindest perfekt, umgeben von dichten Bäumen und zu trinken hatten sie selbstverständlich auch. Außerdem war so eine Wasser Stelle immer auch ein wichtiger Ort für Tiere - wobei er eigentlich überhaupt keinen Hunger hatte. Aber wenn er so darüber nachdachte, dann hatte er Durst. Die Hitze - die mit de untergehenden Sonne übrigens schon wieder verschwunden war - hatte seine Kehle ausgetrocknet und nun fühlte sie sich Staub trocken an. Seth legte einen Schritt zu und erreichte so kurz darauf den Hain sowie den See. Geschwind ließ er sich auf die Knie sinken, schöpfte mit der Hand etwas des klaren Wassers und trank ein paar Schlucke. Dann drehte er sich zu Leyla um und spritze ihr Grinsend das Wasser, was ihm noch an den Fingern klebte, ins Gesicht.

Merkwürdig müde setzte sich der junge Mann auf den Boden. Irgendwie war er ziemlich erschöpft - das musste noch von dem Anfall von heute morgen kommen, anders konnte er sich das nicht erklären. Gähnend betrachte er den See, der nun in Orange, rot, gelb und sogar etwas violett schimmerte - der Sonnenuntergang spiegelte sich. Einen Moment betrachtete er das wunderschöne Schauspiel, dann ließ er sich auf den Rücken sinken und verschenkte die Arme hinter dem Rücken. Er spürte das Gras im Rücken, roch den Duft der Natur und hörte die letzten Vögel zwitschern. Solche Momente waren wunderschön - er liebte die Natur, genau wie Leyla, wie er wusste. »Hunger?«, fragte er sie schließlich, obwohl er selber keinen hatte. Vielleicht sollte er ja trotzdem etwas essen, man wusste ja nie. Aber was sollte schon passieren? Langsam richtete er sich wieder auf, fuhr sich ein Mal mit der Hand durch sein Haar und musterte die braunhaarige mit einem durchdringendem Blick. Was sie wohl gerade dachte? Ob sie sich mal wieder über ihn ärgerte? Am Rande seines Bewusstseins spürte er, wie ihm langsam die Kälte über den Rücken kroch. Wie konnten die Temperaturen bloß so schnell steigen und wieder fallen? Also schlüpfte er letztendlich doch wieder in sein Shirt und sah sich nach etwas, das wie Feuerholz aussah, um. Vielleicht konnten sie ja ein kleines Lagerfeuer machen oder so, denn wenn es erst Mal Nacht war würde es vermutlich noch mehr abkühlen, und sie hatten nichts dabei. Weder Decken, noch wärmere Kleidung oder irgendetwas vergleichbares.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:17 pm

Aber da war noch sowas anderes was mich in diesem Moment irgendwie beunruhigte... Seth sagte kaum ein Wort zu mir. Vielmehr schien er in sich hinein gekehrt zu sein und einfach... Einfach nicht mit mir reden zu wollen. Warum denn das? Hatte ich irgendwas getan, was ihm nicht gepasst hatte? Natürlich hatte ich das, ich habe ihn die ganze Zeit mit kalten Worten abgespeckt und nur herumkomandiert. Insgesamt behandelte ich ihn wie ein Kleinkind. Das war eigentlich nicht gerecht von mir.... Aber warum kümmerte mich das denn jetzt so? Er war vielleicht ein Teampartner von mir... Aber wirklich bfreundet waren wir noch nie. Also konnte es mir relativ egal sein was er letzendlich von mir dachte. Er durfte denken was er wollte.
Nein durfte er nicht. Er sollte mich nichteinfachso ignorieren das war doof von ihm! Er sollte reden und fröhlich sein! Oder sah ich das gerade wirklich einfach nur viel zu eng? Ja, warscheinlich. Trotzdem. Das regte mich auf das er mich ignorierte. Naja... EIgetnlich ignorierte er mich ja nicht. Ich habe ja auch nichts gesagt auf das er hätte antworten können, oder so. Naja. Aber dennoch. Er soll irgendwas sagen.
Und natürlich hatte er nichts gesagt, anstelle dessen spritzte er mir jetzt Wasser ins Gesicht. WAR ER DENN DES WAHNSINNS. "LASS DAS!", brüllte ich etwas außer mich. Moment - genau das war doch der Grund warum er sauer auf mich war... Oder so... Zumindest der vermeindliche Grund warum ich glaubte das er auf mich sauer war. Warum brüllte ich ihn dann denn an? Verdammt. ich war unmenschlich und in diesem Falle ungerecht. Ich sollte damit aufhören... Oder mich entschuldigen. Aber ich entschuldige mich nicht gern! Ich... Ich hasse es sogar mich zu entschuldigen. Das war immer so ein Akt und letzendlich klangen meine ENtschuldigungen sowieso immer unecht und das war gemein. Ich war kein Mensch der irgendwelche Gefühle zeigte! Warum war er dann sauer auf mich? Ich wollte nicht das er sauer auf mich ist! Das ist gemein! Ich bin kein Mensch der Grfühle zeigt! Warum ist er sauer? Ich will das nicht! Das ist... Oh halt - ich könnte mich jetzt noch ewig in diesem Kreislauf bewegen, oder ich entschuldigte mich. Oder ich ließ es bleiben. Er würde auch irgendwann wieder mit mir reden... Hoffte ich. Und wenn dann war das für mich auch schon in Ordnung, denke ich. Er hat noch nie nicht mit mir geredet. Woher soll ich wissen ob das für mich in Ordnung wäre?
GOTT - SEI - DANK. Meine endlosen scheiß fragen hatten ein Ende. Denn Mister Jamakari, stellte eine Frage. Eine Frage die für meinen Geschmack etwas kurz ausfiel. Normal waren seine Sätze doch länger... GNARGH! Das hatte meine doofen Gedanken immer noch nicht beendet - Hey moment. Seit wann saß er denn auf dem Boden? Das hatte ich garnicht mitbekommen. Und auch jetzt fiel mir erst auf das es aufeinmal schweine kalt war. Und... Irgendwie. War es auch dunkler geworden. Hatte ich tatsächlich solange darüber nach gedacht? Naja.. Ich sollte mich wirklich entschuldigen. Ich wollte nicht das er mich ignoriert. Letzendlich hatten wir doch noch gemeinsam einen seeehr wichtigen Auftrag zu erledigen, oder nicht? Einen mich anschweigenden Seth konnte ich da sicherlich ganz und garnicht gebrauchen... "Es tut mir leid..." Obwohl ich damit jetzt nicht wirklich seine Frage beantwortet hatte. Aber ich hatte keinen Hunger, ich musste nicht viel essen, ich hatte auch früher ohne viel essen überlebt, also konnte ich das jetzt auch.
Mein Blick fiel auf Seh der nun mit seinen Augen nach etwas suchte... Aber nach was? Ich brauchte nur einige Sekunden um zu erahnen was er suchte. Brennholz! Es war hier mittlerweile wirklich schon sehr kühl. Um nicht tatenlos zuzusehen holte ich ein paar Äste - die etwa fünf Meter von mir entfernt lagen - und legte sie dann als einen Haufen vor Seth. Jetzt brauchten wir nurnoch Feuer... Ich konnte kein Feuer machen... Also musste er also. "Ich kann kein Feuer machen..." Ich ließ mich direkt neben ihn plumpsen, oder zumindest neben die Stelle wo er bis vorhin gesessen hatte.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:17 pm

Und wieder begannen seine Gedanken um Leyla zu kreisen. Sie war manchmal echt komisch. In einem Moment kommandierte sie einen herum - so wie eben - dann entschuldigte sie sich plötzlich für irgendetwas - so wie eben - bemühte sich vielleicht sogar, nett zu sein und dann machte man einen kleinen Spaß - so wie eben - und sie wurde Stock wütend und brüllte einen an...- so wie eben. Er würde sie niemals verstehen. Und was er auch tat, so sehr er sich auch anstrengte, er konnte es wohl einfach nicht richtig machen. Vielleicht sollte er seine Bemühungen, sie zufrieden zu stellen, endlich mal Ruhen lassen, hatte ja scheinbar doch keinen wirklichen Sinn. Als sie sich bei ihm bedankt hatte und für ein paar wenige Minuten aufgehört hatte, ihn wie ein kleines Kind herum zu kommandieren - wie dumm war er eigentlich, das er sich das gefallen ließ?! - hatte er doch tatsächlich Hoffnung geschöpft. Aber nein, er hatte ihr ein paar Tropfen Wasser ins Gesicht gespritzt und sofort war da wieder die wütende und kalte Leyla. Seth unterdrückte ein Seufzen. Er hatte es seit zwei Jahren nicht geschafft, warum sollte er es dann jetzt schaffen? Sie würde niemals aufhören so zu sein, wie sie war, und er sollte sich jetzt endlich damit abfinden. Nun, meist war ihm das ja auch egal. Aber es gab Momente... Momente wie eben eben... ja, da störte es ihn einfach. Es störte ihn, wie sie ihn befehligte und ihn behandelte als wäre er ein treu-doofer Schoßhund und mal ganz abgesehen davon mochte er die freundliche Leyla um einiges mehr. Aber okay, genug davon. Mittlerweile hatte er sich in Bewegung gesetzt und hatte ein paar Äste und Stöcke eingesammelt, die brauchbar aussahen und in der Mitte der kleinen Lichtung, auf der sie sich befanden, zu einem Haufen gestapelt. Seine Team Partnerin hatte es ihm Schweigend gleich getan und so hatten sie schnell genug für ein kleines Feuer zusammen.

Vier kleine Worte drangen an das Ohr des Eismagiers und mit einer gehobenen Augenbraue sah er die Braunhaarige kurz an. Ah, da war es wieder. Jetzt war sie wieder nett. Wie lange? Das würde sich zeigen. Aber es war nicht seine Art, sauer auf jemanden zu sein, nur weil er war wie er nun Mal war also grinste er sie nur kurz an und betrachtete dann wieder den Haufen Äste. Nun hatten sie also das Holz für ein Feuer. Aber das Feuer fehlte. Manchmal wäre es schon ganz praktisch, wenn einer von ihnen beiden ein Feuermagier wäre. Seths Magie brachte ihr überhaupt nichts. Also ging er schließlich los und verschwand für ein bis zwei Minuten im dichten Unterholz, bis er - an den Armen vollkommen zerkratzt - mit zwei Steinen wieder auftauchte. Damit müsste es theoretisch gehen. Er ließ sich neben Leyla nieder und fing an das zu tun, was man mit zwei Steinen eben tat um ein Feuer zu bekommen. Und was sollte man sagen? Irgendwann sprang der Funken tatsächlich über. Vermutlich war er einfach ein Genie im Feuer machen, aber was auch sonst? Schnell machte der junge Mann weiter, pustete ein wenig und legte die Stöcke so, das sich das anfangs noch sehr kleine Feuer schnell ausbreitete und sie letztendlich ein kleines aber feines Lagerfeuer hatten. Das dabei eigentlich der ganze Wald abbrennen würde, ignorieren wir jetzt mal. Zufrieden mit sich selber rückte er, damit seine Kleidung nicht anbrannte, ein Stück davon weg, setze sich dann in den Schneidersitz, stemmte seine Ellenbogen auf seine Knie und bettete dann sein Kinn auf seine Handfläche. Seine Augen ruhten in dem Herzen ihres Lagerfeuers, das eine angenehme Wärme ausstrahlte.

Seths Augenlider wurden mit jeder Sekunde, die verstrich, immer schwerer. Kurz bevor er in das Reich seiner Träume weg dämmerte fiel ihm auf, das Leyla gar nicht auf seine Frage, ob sie Hunger hatte, geantwortet hatte. Vermutlich war das ein nein... oder auch nicht... vielleicht hatte sie es ja auch überhört aber... sie konnte sich ja was besorgen, denn... er war einfach schon viel zu müde um jetzt noch irgendetwas zu machen. Jetzt war es zu spät. »Ich habe keinen Hunger...«, murmelte er im Halbschlaf, aber so leise, das es wohl niemand mehr gehört hatte. Und dann fielen seine Augen zu und er war - in einer Recht unbequemen Position - eingeschlafen.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:17 pm

Wa-Was war das? Ich war schon ziemlich müde und hatte den Rest kaum mitbekommen... Seth hatte es anscheinend noch irgendwie geschafft Feuer zu machen, daran hätte ich eigentlich nicht geglaubt... Letzendlich war er doch Eismagier... Und Eis und Feuer, das vertrug sich nicht unbedingt immer so gut, zumindest meistens nicht... ber hey es hate geklappt und mir wurde wenigstens ein Stückchen wärmer... So ein bisschen. Nein eigentich half das Feuer kaum was, ich frohr immernoch. Aber Licht in der Dunkelheit war trotzdem etwas praktisch. Naja ich würde eh in der nächsten halben Stunde einschlafen... Sollten wir nicht wenigstens eine Nachtwache "einstellen" ein Blick zu meinem Teampartner verriet mir das er mindestens genauso müde war wie ich und so ließ ich das lieber bleiben mit der Frage und trrte dann einfach nur aufs offene Feuer.

Und tatsächlich fielen mir irgendwann meine Augen zu und ich bekam ganz am Rande noch mit das mein Kopf sich auf seine Schulter legte. Wäre ich nicht so verdammt müde gewesen wäre ich warscheinlich ausgeflippt, aber hey ich kann nun auch wieder nichts dagegen tun und sollte es ganz einfach so dabeibelassen... Und dann kamen noch zwei kurze Worte über meine Lippen bevor ich ganz weg war.
"Gute Nacht!", zwar leise und kaum hörbar, aber sie wurden trotzdem gesagt.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:17 pm

Er hatte weder das leise 'Gute Nacht' von Leyla gehört, noch gespürt, wie ihr Kopf langsam auf seine Schulter gesunken war, und sie letztendlich, genau wie er, in einen tiefen Schlaf gefallen war. Zugegeben: Es sah nicht gerade bequem aus, aber aus irgendeinem Grund waren beide wohl so müde, das sie dieser Umstand kein bisschen störte. Seths Schlaf zumindest war Traumlos und ruhig, bis er irgendwann von irgendetwas - was, wusste er selber nicht genau, aufwachte. Müde und verwirrt blinzelte er ein paar Mal und stellte fest, das ihr kleines Feuer bereits vollkommen herunter gebrannt war und nur noch ein paar kleine Fünkchen glühten. Außerdem hatte er eine Gänsehaut. Vielleicht hatte ihn ja die Kälte geweckt? Ja, vielleicht... Seine Gedanken flossen langsam, wie durch Watte und als er sich etwas bewegte registrierte er schließlich, das sich auf seiner Schulter etwas befand. Ein Kopf. Ein Kopf mit braunen Haaren. Was...? »Hm?«, grummelte er verwirrt und fast lautlos.

Schlaftrunken schob der Eismagier seine Arme unter die Beine des Mädchens und hob sie vorsichtig auf seinen Schoß, dann erhob er sich langsam aus seiner unbequemen Stellung und stand auf. Den Kopf müde hängend und das Kinn auf der Brust ruhend stolperte ein paar Schritte von der Feuerstelle weg und sank dann wieder zu Boden, legte Leyla auf dem weichen Gras neben sich ab und legte sich selber hin. Einen Moment noch beobachtete er seine schlafende Teampartnerin, dann spürte er, wie seine Augenlider so schwer wurden, als würde jemand sie mit Gewalt nieder drücken, und erschöpft schloss er sie. Da er die ganze Zeit nicht richtig wach sondern eher im Halbschlaf gewesen war, schlief er fast augenblicklich wieder ein, als wäre er nie wach gewesen. Und erneut träumte er nichts - oder vielleicht doch? Erinnern konnte er sich zumindest nicht...
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:18 pm

Langsam öffneten sich mine Augen und ich lag da. Nein ich lag nicht einfach nur da. Ich hatte da so einen gewissen Körper halb umklammert. Einen Gewissen Körper der zu Seth gehörte. Verdammt! Reflexartig zog ich meine Arme, die ich um ihn geschlungen hatte, zurück. Das war jetzt verdammt nochmal nicht war!? Was war denn bitteschön gestern Abend passiert!? Wir hatten keinen Alkohol getrunken, oder? Gut. Nein hatten wir nicht... Und ansonsten war mir jetzt auch nichts anderes im Gedächtnis, nichts perverses, oder dergleichen. Aber das hätte ich mir bei mir sowieso nie vorstellen können... Egal ich war müde und verwirrt! Lasst mich!

Mein Blick fiel auf Seth welcher immernoch seelenruhig am schlafen war, wie viel Uhr hatten wir? Keine Ahnung, es war zumindest schon so ein bisschen hell. Sollte ich diesen Kerl wecken? - Jah warscheinlich... Wir sollten zumindest bald losgehen damit wir heute noch Era erreichen und unseren Lohn einstreichen können, nicht wahr? Naja, aber das ganze klappte dann wohl doch nicht. Ich rüttelte an Seth' Körper und schrie einige Male seinen Namen... Aber anscheinend hatte er keine Lust aufzustehen... Sein Pech~ Dann konnte ich die Zeit halt nutzen um im See ein bisschen Baden zu gehen, der würde so schnell eh nicht aufwachen außerdem war hier kaum ein Schwein. Ich versuchte mich also aufzurichten und hatte nun den direkten Blick zu unserem Lagerfeuer... Momentmal? Wie bin ich überhaupt hierhingelangt. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern das ich da eingepennt war wo wir gesessen haben [und das ich dann meinen Kopf auf seine Schulter gelegt hatte, aber das ist mir zu peinlich um es nochmal zu erwähnen]. Aber wie bin ich denn jetzt hierher gekommen? Hat er mich etwa herübergetragen? Ouh. Muss so gewesen sein, das war aber eine niedliche Geste von ihm. Vielleicht sollte ich mich nachher bei ihm bedanken~ Obwohl das wird mir warscheinlich eh nicht gelingen...

Ich hatte meine Sachen ausgezogen,(bis auf die Unterwäsche, als neben Info für die perverslinge) und ging nun mit schnellen schritten in das eiskalte Wasser. Und mit Eiskalt wollte ich jetzt wirklich nicht übertreiben. Dieses Wasser hatte höchstens 15°Celsius... Na gut wir hatten Frühlung und morgens... Es war nicht anders zu erwarten... Egal, aber wenigstens konnte ich mich waschen. Ich genoss das kühle Wasser auf meiner Haut und vergas ganz die Zeit, und auch das da hinten ein gewisser Seth lag der jeden Moment aufwachen konnte und mich dann halb nackt sehen könnte.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:18 pm

Nichts konnte Seth in diesem Moment wecken - er schlief wie ein Stein. War eingeschlafen und seit dem kein einziges Mal wach gewesen, hatte überhaupt gar nichts gemerkt. Für Verbrecher wäre es ein leichtes gewesen, sie zu überwältigen und zu töten. Gefährlich, gefährlich. Sehr riskant. Aber daran hatten sie wohl nicht gedacht. Seth selbstverständlich nicht, warum sollte er auch? Aber das Leyla daran keinen Gedanken verschwendet hatte war schon seltsam. Ungewöhnlich. Aber kam wohl auch mal vor - schließlich war sie auch nur ein Mensch, oder? Konnte ja jedem mal passieren. Aber- es war trotzdem seltsam. Wenigstens war ja nichts passiert. Sie waren weder tot, noch ausgeraubt - wobei weiteres sowieso keinen Sinn hatte, da sie nicht mehr als die Klamotten, die sie derzeit trugen, dabei hatten. Alles war gut gegangen. Glücklicherweise. Nun, ebenso wenig wie der junge Mann mögliche Feinde bemerkt hätte, hatte er nicht bemerkt, wie seine Teampartnerin sich über die Nacht an ihn geklammert hatte, nicht wie sie sich gelöst hatte und auch nicht, wie sie probiert hatte, ihn zu wecken. Ihr Rufen drang an sein Unterbewusstsein, aber es reichte nicht, um ihn vollständig aufzuwecken. Zugegeben, bestimmt wurde sein Schlaf leichter und er regte sich ein wenig, aber aus irgendeinem Grund wachte er nicht auf. Erst einige Minuten später schlug er langsam und vorsichtig seine Augenlider zu.

Blinzelnd ließ der Braunhaarige seinen Blick schweifen. Das erste was er sah, war grün. Gras. Er lag mit der Wange im Gras und überall um ihn herum war es. Vermutlich befanden sich in seinem Gesicht nun eine Mege, wunderschöner Abdrücke. Unpraktisch. Das nächste, was er entdeckte, war ein ein Haufen Klamotten, ein Stückchen entfernt von ihm. Verwirrt robbte Seth dorthin und betrachtete sie. Woher... kannte er die? Noch immer halb schlafend liefen seine Gedanken nicht gerade in schnell - eher langsam, wie durch Kaugummi. Torkelnd schaffte es der Eismagier schließlich sich auf zu richten und fuhr sich ein Mal durch die Haare. Irgendetwas fehlte. Eine Stimme, die irgendeinen fiesen Kommentar abgab und- Ah. Leyla war nicht da. Wo war sie hin? Stirnrunzeln drehte er sich im Kreis, konnte sie aber nirgendwo entdecken. Was...? Sie würde doch nicht einfach so verschwinden, oder? Nein, das würde sie vermutlich nicht. Bestimmt würde sie gleich wieder kommen. Müde schlurfte Seth zu dem Fluss, der nur einige Schritte entfernt war, und spritzte sich Wasser ins Gesicht. Eben diese eiskalte Erfrischung sorgte dafür, das er endlich und endgültig wach wurde. Ein plätschern erregte seine Aufmerksamkeit und neugierig drehte er seinen Kopf zur Seite und-

Oh. Oh. Oh. Eigentlich sollte er sich jetzt umdrehen und weg gehen. Ja, das sollte er. Das wäre die richtige Reaktion - er war schließlich kein Perverser. Aber stattdessen stand er da, ein bisschen vorne herüber gebeugt und war wie fest gefroren. Seine Augen wurden groß und er musste sich zusammen reißen, damit ihm nicht die Kinnlade hinunter fiel. Leyla hatte er gefunden. Das war ja schon Mal was. Allerdings halbnackt, im Fluss ein Bad nehmend. Glücklicherweise nicht ganz nackt - und trotzdem sollte er jetzt einfach gehen. Aber irgendwie wollte es nicht funktionieren. Stattdessen konnte er nicht anders, als fest zu stellen, das seine Teampartnerin noch besser aussah, als er gedacht hatte. Nun, so wirklich hatte er nie darauf geachtet, aber... Das Blut schoss ihm ins Gesicht und eine leichte Röte erschien auf seinem Gesicht. Mit einem schwerem Schlucken riss er sich von ihr los und richtete sich abrupt auf, drehte sich um und..-
»Was zur Hölle?!«, rief er erschrocken aus, als er hinter sich mehrere bewaffnete Männer entdeckte, die sich an sie heran pirschten.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:18 pm

Erschrocken blickte ich genau auf das was vor mir stand, dieses ungehobelte, schreckliche Biest, was sich mein Teampartner nannte. Seth. In genau diesem MOment hätte ich ihn so gerne verflucht. Naja ich würde ihn warscheinlich die ganze Zeit verfluchen wollen. Aber ich stand gerade halb nackt da und das beste was er zu tun hatte war mich anzugaffen. Hau ab. Hau ab. Solange du noch kannst, war das was ich dachte. Ich konnte meinen Mund voller Scham nicht öffnen. Verdammt! Warum musste ausgerechnet er mich halb nackt sehen, jeder andere aber um gotteswillen nicht er! Ich konnte ihm zutrauen das er das alles weiter erzählt. SIch über mich lustig macht, oder jetzt gleich schon anfangen würde laut loszulachen. Hätte es Kameras gegeben, dann hätte ich ihm zugetraut das er ein Foto macht. Nein. Nein. Nein. Ich war so sehr mit meinen Gedanken beschäftigt das ich erst garnicht bemerkt hatte wie er rot wurde... War es ihm wenigstens auch peinlich? Gut. Wenigstens das. Und jetzt könnte er bitte abhauen.

Als hätte er meine Gedanken gelesen, drehte er sich um... Und wollte gehen. Doch drei komisch drein schauende Männer standen genau vor ihm. "Fuck.", kam es mir über die Lippen, bevor ich intuitiv nach vorne rannte. Das Wasser machte mich langsam. Noch langsamer. Aber ich schaffte es trotzdem aus dem Wasser und mich schützend vor Seth zu stellen. "Überlass das mir, das sind doch nur zwei~" Genau bis hierhin hatte ich vergessen das ich halb nackt war. Doch die zwei Männer mussten es ir vermiesen denn es kam ein lautes pfeifen über ihre Lippen. Stirbt doch.

Mit einem Fingerschnipsen tauchten rund 30 Schwerter auf, mit einer leichten Armbewegung nach vorne flogen die Schwerter in genau diese Richtung. Und kabuff, die zwei Männer wurden getroffen, mir war klar das das nicht unbedingt so viel Schaden bringen würde... Aber mein Schwert hatte ich gerade nicht bei der Hand. Nein - ich ging nämlich zufälligerweise NICHT mit meinem Schwert baden. Obwohl ich das vielleicht Mal machen sollte... Etwa 20 Meter von uns war das Lagerfeuer. Und nochmal fünf Meter weiter lagen meine Klamotten und daneben mein Schwert, verdammt da kam ich nicht so leicht hin. "Seth, hol mein Schwert!" Und da versuchte der eine auch schon nach mir zugreifen. Ich wusste noch nichtmal was sie wollten. Wofür sie hier waren, aber das war mir egal. Sie hatten schwarze Masken an. Ihr Körper war komplett umhüllt. Der eine hatte ein Schwert, der andere eine Pistole und der dritte? Der schien wohl entweder ein Magier zu sein, oder er war sowas wie ein Kickboxer, fett und kräftig schien er aufjedenfall Mal zu sein. Jetzt bloß nicht aufregen Leyla, die werden dir nichts antun... Auch wenn du hier nur in Unterwäsche stehst...
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:18 pm

Was zur Hölle, was zur Hölle, was zur Hölle?, genau das schoss dem jungen Eismagier durch den Kopf, als er sich umdrehte, im Begriff vor Leyla zu fliehen, die ihn mit ihren wütenden Blicken nahezu den Rücken versengte, und vor ihm völlig unerwartet plötzlich drei grobschlächtige Männer standen. Was wollten die? Banditen? Räuber? Sie hatten doch überhaupt nichts, was sich zu stehlen lohnte. Aber ehrlich gesagt: Sie sahen auch weniger danach aus, als wären sie darauf aus. Nein, irgendetwas anderes musste dahinter stecken - aber was? Eines war sicher: Sie waren ihnen ganz bestimmt nicht freundlich gesinnt. Eher im Gegenteil. Seth sah ein Schwert und eine Pistole aufblitzen, der letzte schien unbewaffnet. Viel sehen von ihnen konnte man nicht, selbst die Gesichter waren vermummt. Irritiert und mit gerunzelter Stirn richtete der Braunhaarige sich auf und starrte ihnen in die Augen. Er sah ein entschlossenes uns siegessicheres Blitzen. Sie waren also wirklich auf Kampf auf? Ein leichtes Grinsen erschien auf seinen Lippen. Also doch noch etwas Aktion, bei einem scheinbar langweiligen Auftrag! Und noch etwas sah er ihnen an: Das sie um jeden Preis gewinnen wollten. Scheinbar gab es eine große Belohnung. Eine Belohnung auf sie. Dafür das sie sie besiegten oder gar töteten, vielleicht auch gefangen nahmen? So musste es sein. Aber warum? All das schoss Seth in wenigen Augenblicken durch den Kopf, als plötzlich Leyla - halb nackt - vor ihm auftauchte. Er sollte sie ihr überlassen? Ha! Von wegen! Schon gar nicht nach dem sie so gepfiffen hatten! Wut und Kampflust stieg in ihm auf. Er konnte sich schon wehren - war ja kein kleines Kind mehr. Nein, er wollte kämpfen, alleine würde sie es vermutlich eh nicht schaffen - zumindest nicht ohne ihr Schwert. Er sollte es holen? Ja, vielleicht, aber selbst in so einer brenzligen Situation blieb Seth trotzig. Warum kommandierte ihn auch immer herum? Zuggeben, auch seine Waffe lag dort herum, aber er konnte sich ebenso gut mit Magie verteidigen. Bei seiner Teampartnerin war das nur so halb der Fall, und trotzdem probierte sie es damit? Opferte ihre wertvolle Kraft für etwas, das ihnen höchstens etwas Zeit verschaffen würde? Warum? Er würde dieses Weib nie verstehen. Schließlich riss er sich los, sprintete herüber und packte sein und ihr Schwert. Wieder bei ihr angekommen lagen zwei der Typen für einen Moment kampfunfähig auf den Boden, der dritte jedoch schien noch mehr angespornt.

Mit einem lauten Lachen sprang Seth auf den Angreifer zu und verpasste ihn einen kräftigen Tritt in die Magengegend. »Sie dir überlassen? Nie im Leben~«, meinte er mit einem zufriedenem Grinsen, als er sah, wie der Mann zu Boden ging. Die anderen beiden jedoch rappelten sich so langsam wieder auf, und kampfbereit stellte der Magier sich ihnen entgegen. Leyla warf er ihr Schwert entgegen, sein eigenes steckte weg, stattdessen hob er bereits seine Hände, um seine Magie einzusetzen. Oh, und aus irgendeinem Grund war sein Oberteil verschwunden. Hm. Doch dann, plötzlich und vollkommen überraschend waren sie wider da - Schmerzen.
Schmerzen. Schmerzen, die wie Hammerschläge auf ihn nieder sausten. Schmerzen, die wie Blitzschläge durch ihn hindurch fuhren. Es fühlte sich an, als würde seine Haut in Flammen stehen und langsam seinen ganzen Körper verzehren. Und er konnte es nicht löschen. Immer und immer wieder flammte es erneut auf; Pausen waren ihm nicht vergönnt.
Warum? Keuchend und mit auf den Bauch gepressten Händen sank er vor den auf ihn zu stürmenden Angreifern zusammen, unfähig sich rühren zu können. Aus dem Augenwinkel sah er, wie die beiden überrascht zum Stehen kamen - Gegner besiegt, ohne das sie etwas getan hatten. Warum? Der letzte Anfall war erst gestern gewesen. Warum jetzt schon wieder? Und es tat so weh. Noch mehr als letztes Mal. Es wurde immer schlimmer. Und sein Verdacht bestätigte sich: Irgendwann würde er daran sterben. Aber nicht, weil das Muster seinen ganzen Körper befallen hatte.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:18 pm

Ich kannte ihn nur zu gut. Ich wusste das er sie mir nicht überlasen würde, er war doch nur auf Kämpfe aus... Er liebte es zu kämpfen und ich denke es machte ihm die meiste Zeit doch einfach nur Spaß. Er war sich wohl oft nicht bewusst wie ernst die Sache war. Ich glaube er wusste überhaupt nicht was ernst ist. Er nahm alles auf die leichte Schulter, wusste nicht wie hart das Leben sein konnte. Ja, er hatte soweit ich wusste auch ein tolles Leben. Ich habe noch nie mitbekommen das ihm irgendwas schwer fiel, er verstand sich einigermaßen gut mit Leuten und war offen. Tja und ich vergammelte in meiner Ecke. Meine Schuld. Er war aber sonst sehr offen und... Und er war liebenswürdig. Ihn konnte man nicht hassen, auch wenn er manchmal ein bischen nervig war.

Der kleine - der im übrigen einen Kopf größer als ich war - Mann lief nun schnell unsere Schwerter holen und ich sah ihm aus dem Augenwinkeln nach. Er hatte mir Mal von einer festen Freundin erzzählt... Aber eine? Dieser Kerl hatte es bestimmt schon mit tausenden getrieben, er schien nicht unbedingt der zu sein der eine lange Bindung eingehen könnte. Auch mich würde er irgendwann verlassen. Tja, damit wöre ich die Nervensäge endlich los, aber einen guten Freund und perfekten Teampartner auch... Er holte seine und meine Waffe, kam wieder an, trat einem Mann in den Bauch, warf mir meine Waffe zu und blieb dann stehen. Sie waren nun eindeutig im Nachteil. Wir waren beide Magier und konnten noch dazu gut mit unseren Waffen umgehen. Sie würden verlieren - eindeutig. Ich nahm also mein Schwert in die Hand und stürmte direkt auf den mit der Pistole zu. Mit einem Schwerthieb war die Pistole aus seiner Hand. "Was wollt ihr von uns?" - Keine Antwort. "Was wollt ihr von uns?" zischte ich lauter bevor ich mein Schwert gegen seine Kehle presste. Der Mann hob augenblicklich seine Arme hoch während seine Komplizen mich anstarrten. Ich merkte erst garnicht das mein Teamkamerad garnicht angriff ich war noch zu viel mit dem Kerl da beschäftigt der nur ein hämisches Grinsen aufgesetzt hatte. Na gut wenn er wollte... Ich nahm mein Schwert von seiner Kehle. Setzte es an den Bauch - und dann rammte ich es leicht hinein, nicht so das es ihn töten würde... Aber so das er viel Blut verlieren würde... "Bye - Bye!", flüsterte ich bevor er sich niederkniete und dann zu Boden ging. Ich drehte mich um... blickte in die erschrockenen Gesichter seiner Männer. Und dann sah ich ihn - Seth. Halb auf dem Bogen liegend. Zusammengesackt in sich selbst, es schien ihm nicht gut zu gehen. Was hatten sie mit ihm angestellt? Hatten sie irgendeine Magie auf ihn gehetzt? Hatten sie ihn geschlagen? So sehr das er auf dem Boden lag? Das konnte ich mir garnicht vorstellen. Er war Seth, Seth der einfach draufschlug, der schon vieles einstecken musste (im übrigen weil er nicht auf mich gehört hatte). Was war mit ihm los?

Scheiße. Ich durfte nicht darüber nachdenken. Es musste mir jetzt egal sein was mit ihm war... Sie durften nicht merken das ich so sehr von ihm abgelenkt wurde. Die Wut stieg inb mir auf. "Haut ab!", zischte ich. "Haut ab!", zischte ich nocheinmal um einiges lauter. Sie sollten verschwinden. Das war nicht lustig. Der Magier dachte da anscheinend anders als ich, denn der hatte nun ein breites Grinsen auf dem Gesicht. "Grins' nicht so doof", sagte ich knapp und spuckte auf den Boden. Er wollte wohl nicht anders. Er hatte gerade irgendetwas in mir geweckt aufjedenfall stürmte ich nun auf ihn zu ohne innezuhalten und. Kabuff. Ich handelte mir ein blaues Auge ein. Der Mann hatte mit voller Kraft auf mein Auge geschlagen... Hau ab. Jetzt verschwinde schon! Aber ich sollte mich erst an den anderen wenden, der schien nämlich um einiges, sagen wir leichter, zu sein. Also versuchte ich mir einen Weg zum dritten durchzubahnen und... Jah, bei ihm war es das selbe Spiel. Ich sorgte dafür das er seine Waffe verlor. Gab ihm die Chance zu fliehen und dann rammte ich auch ihm das Schwert in den Bauch.

"Und so alleine willst du jetzt kämpfen?", fragte ich noch einmal nach. Aber der Kerl hatte wohl keine Lust zu antworten und ging einfach nur ein paar Schritte auf mich zu. Achja? Als könnte er gegen mich gewinnen, nicht mit meiner Geheimwaffe. "Du hast eine Person die dir viel bedeutet, oder?" Keine Antwort, aber seinem erschrockenen Gesichtsausdruck nahm ich einfach Mal als ein ja. "Ich kann ihr schmerzen bereiten. Viele schmerzen." Er setzte sich in Kampfposition, er würde mir wohl mit seiner rechten gleich ins Gesicht schlagen. "Denke an sie... Los, denk an sie! Willst du wirklich das ich ihr Schaden anrichte?" Keine Reaktion, gut. Es würde doch wohl letzendlich sein Pech sein. Ich werde ihm Schaden zu fügen und seine Frau, oder wer auch immer würde leiden. Leiden. Er würde nicht mitbekommen wie viel sie leiden würde, aber wenn er zu Hause war. Wenn er es bis dahin schaffte. Dann würde er leiden. Leiden und sich an mich erinnern. Tjah~

Ich stellte mich aufrecht vor ihn zeigte mit dem Finger auf ihn und mit den Worten: "Sensory Link!", er wurde von einem rosanen Strahl getroffen (ich mochte die Farbe rosa eigentlich überhaupt nicht) und dann dann formte sich eine Art "Armband" auf seinem Handgelenk. "Den Schaden den ich dir gebe, der wird auch sie treffen. Na? Kennst du meine Magie? Lost Magic." Wenn er uns kannte, musste er doch eigentlich auch die Magie kennen die wir verwendeten, nicht? Er schien zwar deutlich verwirrt und wusste erst nicht was er machen sollte... Aber dann, dann holte er einfach aus und schlug mir in die Magengrube. Ein kurzes stöhnen kam über meine Lippen, bevor ich versuchte mich wieder gerade hinzustellen. Warum konnte dieser Kampf sich nicht einfach zu Ende neigen? Er war doch nicht so ein leichter Gegner wie ich gedacht hatte... Ich wich einige Schritte zurück. Ich würde ihn nicht einfach im Nahkampf besiegen können, dazu war ich zu schwach. Ich müsste meine Magie einsetzten. Aber ich war zu schwach. Ich war zu schwach... Das würde ihn nie und nimmer fertig machen können, auch wenn ich all meine Macht aufbrauchen würde... Ich hatte eigentlich nur eine Möglichkeit! - Ich hüpfte kurz zur Seite als der Mann veruchte seine Linke Hand gegen meine rechte Wange zu schlagen. Hau ab. War mein Gedanke. Er sollte endlich abhauen. Sonst müsste ich. "Three Spread Sensory Link", wollte ich leise sagen, aber es war doch lauter als gedacht. Ich musste mich mit ihm verbinden. Dann könnte er mir so viel Schaden zufügen wie er wollte. Er und seine Freundin (oder was auch immer) würden genauso viel Schaden haben. Ein leichtes Grinsen setzte sich auf meine Lippen bevor ich Seth anguckte. Er mochte es nicht so sehr wenn ich diese Magie einsetzte, aber sie war dieses Mal wirklich meine einzige Chance. Er war weg, er könnte mir nicht helfen. Und die zwei dahinten, die würde ihm auch nicht helfen können. Hier ging es jetzt um eins gegen eins. Und ich musste gewinnen, ich konnte Fairy Tail nicht in den Dreck ziehen, nein, das durfte ich nicht.

Seth... Warum warst du immernoch nicht wieder auf den Beinen, haben sie dir was angetan? Was haben sie dir angetan? Warum? Warum? Diese Gedanken waren zu mir durchgedrungen als ich mich in Position stellte. Wollte ich mich wirklich für ihn rächen? Er war am Leben und würde bald schon wieder nerven, aber dennoch war es ein schrecklicher Anblick ihn dort und so zu sehen. Was haben sie mit ihm gemacht? Warum konnte er nicht so nerven wie sonst. Er hätte sie schon längst umgelegt gehabt. Das waren gerade Mal zweitklassige Banditen, bei denen brauchte man noch nicht Mal den Hauch einer Strategie und ich hielt mich immer noch mit denen auf. Ich würde am liebsten überhaupt nicht kämpfen, wollte zu Seth gehen. Ihm helfen. Ihn lachen sehen. Verdammt jetzt hau schon ab du Depp! Verschwinde. "Three Spread Sen-" Was war das? Warum? Huh?
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:19 pm

War es vorbei? Nein. Erneut überflutete den Magier eine Welle von unerträglichen Schmerzen und er keuchte erschrocken auf. Sein Gesicht war verzehrt und er presste seine Augen zusammen, aber das sah man nicht. Er stand vorne über gebeugt, die Hände auf den Bauch gepresst und seine dunklen Haare fielen ihm ins Gesicht, so das man nur sein Kinn sah, was von dem dunklen Schatten seiner Haare verdeckt wurde. Warum, warum, warum, warum? Was hatte er getan, das er nun, nach einem Tag, schon den nächsten Anfall hatte? Ja, die Zeitabstände wurden geringer. Aber doch nicht von jetzt auf gleich mehrere Tage weniger? Panik erfüllte ihn. Was wenn das jetzt weiterhin so schnell ging? Dann hatte er nur noch wenige Tage zu leben. Vielleicht sogar nur noch Stunden. Nein. Er hatte immer gewusst, das er früher sterben würde. Aber nicht so früh! Er hatte noch nichts in seinem Leben erreicht, er wollte, er konnte jetzt noch nicht sterben! Vorsichtig schlug er seine Augen auf und spreizte seine Finger, um zwischen ihnen hindurch sehen zu können. Das Muster schien zu pulsieren, es waberte hin und her - und es breitete sich aus. Brannte wie flüssiges Eisen. Es nahm ein kleines Stückchen mehr von ihm in Begriff. Er wusste: an seinem gekrümmten Rücken sah es gerade genauso aus. Eine erneute Welle. Seth drückte seinen Rücken durch und biss sich auf die Lippe. Er schmeckte Blut. Und plötzlich wurde ihm kalt. Mit aller Macht probierte er, die Panik in sich nieder zu kämpfen. Er hatte das Gefühl, dem Tod genau gegenüber zu stehen. Aus dem Augenwinkel sah er Leyla. Sah, wie sie einen der beiden Männer das Schwert in den Bauch stieß, wie das Blut nur so spritze. Er nahm das alles wie durch Zeitlupe wahr, fühlte sich wie ein Zuschauer. Nun hatte sie ihn entdeckt. Sie wollte die beiden anderen von ihm weg treiben. Er sah sein Schwert unter ihm auf dem Boden liegen, doch noch immer konnte er sich nicht rühren. Der Schmerz war unerträglich. Der Geschmack von Eisen vermischte sich mit Schweiß und Galle. Seth würgte, spuckte Blut auf die Wiese. Hustete, keuchte. Und noch Mal spritze Blut. Der zweite Angreifer ging zu Boden. Blieb nur noch einer. Und dann hörte der Eismagier etwas. Sie setzte also wieder Magie ein. Sensory Link. Das war schlau, würde ihn aber vermutlich nicht besiegen. Außerdem war sie jetzt noch mehr ausgelaugt. Magie forderte so hohe Tribute von einem. Sie würde ihn nicht mehr allein besiegen können. Dieser Gedanke rüttelte Seth langsam wach. Aber was sollte er tun? Erst vier kleine Wörter, die wie durch Watte zu ihm drangen, rissen ihn endgültig aus seiner Starre. Three Spread Sensory Link

Was? Nein. Nein. Nein. Er hatte von dieser Magie gehörte, er hatte gewusst, das sie sie beherrschte. Aber sie durfte sie nicht einsetzen. Nein. Dann war sie mit diesem Kerl verbunden - und noch irgendjemand. Wenn einer von diesen drei Personen Schmerzen erlitt, dann bekamen die Anderen sie auch zu spüren. Dann ging es darum, wer es länger aushielt. Aber Leyla war geschwächt. Nein. Er konnte nicht zulassen, das sie das tat. Das sie sich Schmerzen zufügte. Er schluckte schwer, dann besann er sich auf seine eigene Magie. Er konzentrierte sich einen Moment, dann spürte er, wie sich an den Stellen, an denen er seine Hände hatte, eine dünne Eisschicht bildete. Der Schmerz ließ nach, das verfluchte Muster gefror. Zumindest für einen Moment. Aber das würde es nicht endgültig aufhalten. Sobald das Eis geschmolzen war, würde die Tortur weitergehen. Vielleicht sogar noch schlimmer. Aber das war jetzt egal. Er griff mit seiner Hand nach oben und packte Leylas Handgelenk, dann richtete er sich langsam auf. Seine Lippe war blutig, seine Haare zerzaust, sein Gesicht noch immer schmerzverzehrt, doch seine Augen funkelten vor Wut. Ja, Wut. Sie stieg langsam in ihm auf und übernahm die Oberhand. Wut und Hass. Wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch.

»Nicht.«, sagte er mit kratziger Stimme, dann trat er vor sie und stellte sich in Position. Machte einen Ausfallschritt nach vorne, hob seine Hände. »Ice Make Lance!«, brüllte er, und seine Stimme klang wutverzerrt und überschlug sich fast. Augenblicklich schossen mindestens zehn Eislanzen aus seinen Fingern hervor, genau auf den letzten noch stehenden Gegner zu. Sie trafen, er schrie, dann ging er zu Boden. Zitternd trat Seth auf ihn zu und konnte nicht anders als ihm noch eine rein zu treten. Dann atmete er tief durch und drehte sich zu Leyla um, schon wieder mit einem schiefem Grinsen im Gesicht, als wäre gar nichts passiert, dabei waren seine Gefühle die reinste Achterbahnfahrt. Panik und Wut wechselnden sich ab. Er sah an sich herunter, das Eis war schon fast wieder geschmolzen. Plötzlich wurde ihm einen Moment schwarz vor Augen und völlig unerwartet klappte er in sich zusammen, landete keuchend und Blut spuckend auf allem Vieren. Übelkeit. Ein rasendes Herz. Schweiß der den Nacken runter läuft. Unregelmäßiger Atem. Und Schmerzen. So schreckliche Schmerzen.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:19 pm

Ich spürte ihn. Wie er mich an meinem Handgelenk packte und unwillkürlich hörte ich auf zu reden. Was war? Ging es ihm wieder gut? Konnte er sich wieder bewegen? Ich drehte mich vorsichtig um und sah das Eis das seinen Bauch, oder viel mehr sein Tattoo umschloss. Also, also war es das was schmerzte? Aber? Welches Tattoo schmerzte denn schon? Außer natürlich es war frisch... Warum? Hatten sie ihn etwa dort getroffen? Was war geschehen? Mein Blick haftete an ihm als er sich vor mich stellte und seine Magie einsetzte. Er sollte nicht. Er sollte das nicht tun, er war viel zu schwach dafür. Warum hielt er mich von meiner Magie ab, wenn er doch selber nicht besser dran war? Dachte er wirklich, dass ich bis zum Tod gehen würde? Hatte er etwa Angst um mich? Ich sah wie der Gegner zu Boden ging. Wir hatten es geschafft.
Mit einem schiefen Lächeln auf den Lippen drehte er sich zu mir um und ich spürte wie jedes einzelne Härchen sich aufstellte, Gänsehaut. Er kippte um. Einfach so. Seine Hände auf den Boden gestützt spuckte er auf den Boden, immer und immer wieder. Immer und immer mehr Blut kam zu Vorschein und jetzt sackte die einzige die noch stand zusammen und kniete auf dem Boden. Meine Hände verkrampften sich im Gras und ich hörte wie sich ein Halm nach dem anderen aus dem Boden lösten. Hilfe. Was sollte ich jetzt machen? Ich konnte mit dieser Situation nicht umgehen, ich habe nie gelernt wie man mit sowas umgeht. Was man macht wenn jemand anderes hilflos da liegt, wie man mit einem Kranken umgeht, wie man einen verletzten pflegt, wie man einem Freund hilft... Ich war nie wirklich unter Menschen, den Großteil meiner Kindheit habe ich in der Natur verbracht. Meine Jugend in der Gilde, aber? Fairy Tail war zwar meine Familie in der ich mich wohl fühlte, aber ich habe mich nie so ganz unter die Leute gemischt, habe nie versucht Kontakte zu knüpfen... Und wo hätte ich sowas lernen können? Etwa zu Hause? Pah. Meine Eltern... Die haben mir nichts anderes als Schläge und Angst beigebracht. Da war kein Platz für Mitleid, höchstens für Selbstmitleid, aber für das wurde ich auch bestraft... Mir kullerte eine Träne über die Wange, meine Hände verkrampften sich noch mehr bevor ich wütend auf den Boden aufschlug. Ja! VERDAMMT! SETH! Seth war der einzige Mensch der mich je wirklich zum Lachen hatte bringen können, eine weitere Träne wanderte über meine Wange. "SETH!", schrie ich so laut ich konnte. Ich konnte nicht verstehen, warum er nicht mehr lachte, warum er mir nicht frech ins Gesicht grinste, warum er Blut spuckte, warum er gerade einfach nur da saß und litt. "SETH!", rief ich erneut, "HÖR AUF! HÖR AUF DAMIT! VERDAMMT! LACH' WIEDER! NERV MICH! MISSACHTE MEINE BEFEHLE!", ich hielt es noch nicht Mal für kurze Zeit aus das er incht so war wie immer... Ich hatte mir oft gewünscht, dass er endlich Mal seine Klappe halten würde, aber das er leiden würde, nein... Das sollte ich nicht. Verdammt er sollte damit aufhören!
Langsam stand ich auf... Ging einige Schritte auf ihn zu, stand vor ihm, blickte auf ihn herab, setzte mich vorsichtig vor ihn, betrachtete ihn einige Augenblicke. Dann nahm ich sein Gesicht mit meinen Händen, hielt es so, das er mich anguckte. Ich sah seinen Blick und es löste ein noch schlimmeres Gefühl in mir aus als vorher schon. Ich sah seine blutige Spucke und ohne einen Gesichtsmuskel zu verziehen wischte ich sie weg. Nein es war mir in dem Moment egal wie widerwärtig das war, er sollte nur nicht mehr so leidend aussehen. "Seth...", flüsterte ich. Ich starrte ihm in die Augen und mir liefen weitere Tränen über das Gesicht. Ich hatte lange nicht mehr geweint... Es war so lange her das ich mich gar nicht mehr erinnern konnte wann es denn gewesen war. Mein Leben war einsam und genau das wurde mir in diesem Moment bewusst, ich weinte nicht weil es Seth schlecht ging. Zumindest nicht nur. Ich weinte nur weil ich erst jetzt erkannt hatte, das er mir wichtig war, das er mir geholfen hatte und das ich ohne ihn - keinen Kontakt zu Menschen hätte. Seth bedeutete mir viel, aber ob ich in seinem Leben auch nur annähernd so einen großen Platz hatte? In genau diesem Moment ließ ich mein Misstrauen zum ersten Mal wirklich außer Acht und legte es zumindest für kurze Zeit ab.
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Mina-Chan
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:19 pm

In diesem Moment überkam Seth das unsägliche Verlangen dazu zu sterben; alles zu tun, damit diese schrecklichen Schmerzen endlich nachlassen würde. Und wenn sterben die einzige Möglichkeit war, dann würde er das in Kauf nehmen. Es war nur ein einziger, ein kurzer Moment, in dem ihm das durch den Kopf schoss aber im Nachhinein stellt er sich oft die Frage, wie das passieren konnte. Er wollte nicht sterben - und es macht ihm Angst, dass er, wie kurz es auch gewesen war, dazu in der Lage gewesen wäre. Er wollte Leben; auch wenn das bedeutete, schreckliche Schmerzen durchstehen zu müssen. War er nicht zu jung um schon zu sterben? Doch, eigentlich war er das. Er würde wohl jünger sterben als viele andere, aber nicht so jung" Mit diesem Gedanken probierte der Magier mit aller Kraft die Kälte, die in seinem Körper aufstieg, nieder zu kämpfen während er einen einzelnen Grashalm fixierte - die Welt um ihm herum drehte sich in einem beängstigendem Tempo. Und obwohl immer wieder neue Schmerz Wellen über ihm zusammen brachen gab es irgendetwas, was ihn weiter kämpfen ließ, bis er nach einer gefühlten Ewigkeit merkte, wie sie langsam aber sich abflauten.

Er hörte ihre Stimme, hörte, wie sie nach ihm schrie, wie sie panisch seinen Namen rief. Panisch. Ängstlich. Überfordert. Am Ende. So sollte sie nicht sein. Der braunhaarige schluckte schwer, während er in dem Gewirr aus Farben probierte sie auszumachen. Wo war sie, wo war sie? War etwas passiert? War einer der Typen wieder aufgewacht? Was? Eine Mischung aus Angst und alter Wut stieg in ihm auf während er die verbleibenden Schmerzen möglichst ausblendete. Mittlerweile war er auf dem Boden zusammen gesunken und lag halb auf der Seite, sein ganzer Körper zitterte. Langsam nahm seine Umgebung wieder feste Konturen an, während Leylas Stimme immer wieder in seinem Kopf widerhallte. Ein zittriges Grinsen erschien auf seinen Lippen, während er verzweifelt probierte, sich nichts anmerken zu lassen. Erst dann erkannte er die Tränen, die seiner Teampartnerin das Gesicht hinunter liefen. Teampartnerin. Diese Bezeichnung klang so steif. Nein, sie waren mehr als einfach Teampartnerin. Sein missglückter Versuch eines Lächelnd waren einem geschocktem Ausdruck gewichen. Er wollte nicht, dass sie weinte.

Mit aller Kraft probierte er das Zittern einzudämmen, als er seine Hand vorsichtig nach ihr ausstreckte. Einen Moment zögerte er, dann überwand er sich, schlang seinen Arm um ihren Bauch und zog sie an sich. Mit beiden Armen drückte er sie nun an sich, sein Kinn leicht auf ihrem Kopf gebettet. Sie sahen beide in die gleiche Richtung - ihr Rücken an seinen schmerzenden Bauch. [lol, ich kann das nicht beschrieben. Du weiß wie ichs meine?] Sein Atem ging flach und unregelmäßig, doch er tat sein bestes, damit es nicht s auffiel - vermutlich scheiterte er haushoch. Aber er wollte nicht, das sie weinte. Sie durfte nicht weinen. Das passte nicht zu ihr. »Es ist okay.«, meinte er leise während er gleichzeitig darum kämpfte nicht das Bewusstsein zu verlieren.

Er hatte keine Ahnung, wie lange sie so da gelegen hatte; jegliches Zeitgefühl hatte ihn verlassen. Aber irgendwann verschwanden die Schmerzen, sein Herz fing an wieder gleichmäßig zu schlagen und auch sein Atem ging wieder normal. Er schluckte schwer, noch immer den Geschmack nach Eisen und Galle im Mund. Vorsichtig löste er sich von Leyla, dann rappelte er sich auf und wankte in Richtung Bach, sein Schwert mit schleppend. Dort angekommen trank er ein paar Schlücke und säuberte seine Waffe sowie sich selber notdürftig mit der klaren Flüssigkeit. Dann drehte er sich wieder um und schon hatte sein schiefes Grinsen wieder seinen Mund gefunden - als wäre nie etwas gewesen. Kurz starrte er die Bruanhaarige an, ehe er zu sprechen anfing und seine Hand in Richtung des "Tattoos" wanderte. »Es ist kein Tattoo, falls du das denken solltest.«, meinte er mit kratziger Stimme und sein Lächeln begann zu pröckeln. Er hatte keine Ahnung, wie das passiert war, aber irgendwann hatte sich der Glaube verbreitet, das auf seinem Oberkörper wäre ein Tattoo. Es war ihm egal. Er hatte keinerlei Probleme darüber zu sprechen, aber es hatte ihn nie jemand danach gefragt, also hatte er es auch niemanden erzählt.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:20 pm

Ich spürte ihn. Er zog mich an ich und ich lag nun in seinen armen unfähig mich zu bewegen, rollten mir die Tränen übers Gesicht. Mein Herz schlug wie wild und am liebsten wollte ich ihn anbrüllen, aber es gab da etwas das mich ganz einfach zurückhielt und ich hörte darauf. Ich spürte seinen Körper und fühlte mich für kurze Augenblicke geborgen und geschützt mir konnte nichts geschehen. Mein Blick war starr und ich wollte und konnte mich einfach nicht bewegen. Ich spürte wie Seth sich langsam aber sicher wieder beruhigte, wie sein Herzschlag langsamer wurde und er bald wieder zurückkehrte. Er war wieder normal und dann. Dann stand er irgendwann auf. Bewegte sich wo anders hin und wusch sein Schwert, trank einige Schlücke und war vollkommen fit. Zumindest so ein bisschen. Ich lag immer noch wie paralysiert in dem nassen Gras. Ich wollte nicht aufstehen. Ich wollte hier liegen bleiben und das, was eben passiert war auskosten.
- Bis mir dann bewusst wurde, dass ich halb nackt war und die Kerle dahinten zwar Unfähig waren sich zu bewegen, aber immer noch halbwegs bei Sinnen waren. Erschrocken zuckte ich zusammen und erhob mich sofort. o schnell wie es ging suchte ich nach meinen Klamotten, huschte dahin wo ich sie fand und warf sie mir schnell über. Verdammt. Ich war wirklich die ganze Zeit fast nackt gewesen? Das war... absolut gemein! Ich habe am Ende noch eine Phobie vorm nackt baden, weil ich Angst haben muss, dass andere Leute mich angaffen und ich dann... Oh meine Güte! Das war aber auch Mal wieder ein Tag. Mein Blick fiel zu Seth ich ging einige Schritte auf ihn zu und er deutete auf sein Tattoo, oder viel mehr auf sein nicht-Tattoo. Denn anders als wir es alle vermutet hatten, war es keins. Was es war? Keine Ahnung, da musste ich wohl selber nachfragen. Hatte dieses "Tattoo" etwas mit seinem vorherigen Anfall zu tun? Waren es gar nicht die anderen, welche ihn so fertig gemacht hatten. Und was... Was war das dann? Er hatte dieses Teil schon seit ich ihn kenne. Ich weiß nicht, ich habe einfach irgendwann beschlossen, dass das ein Tattoo sein soll, was sollte es denn auch sonst sein? Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen, dass es irgendwas anderes hätte sein können... Hatte mir nie sorgen um ihn gemacht. Er wirkte immer so selbstsicher und voller Kampfgeist. Ich habe nie gedacht, dass er auch in nur irgendeiner Weise unsicher, oder verletzlich ist. Genauso wenig wie ich glaube, dass ich ihn mit meinen Worten verletzte. Ich sage sie, ohne das ich überhaupt weiß was ich damit anrichte. Er geht mir halt manchmal auf die nerven... Obwohl? Tut er das? Ich weiß es gar nicht. Vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen kaltherzig zu ihm, ich meine er meint es sicherlich nicht böse mit ihm und ich motze einfach nur herum, obwohl ich noch nicht einmal wirklich weiß warum ich denn jetzt genau herum motze. Ich ollte mir vornehmen nicht ganz so böse zu ihm zu sein. Ich meine. Ohne ihn wöre es auch doof.
"Was ist es denn?", fragte ich leise, ging einen Schritt auf ihn zu und berührte dieses verschlängelte Muster langsam. Ich fuhr seine Konturen nach. Schwarz wie die Nacht, es schlang sich wie ein Netz um seinen Körper, es war doch nicht etwa ein Fluch? Bitte sag mir, dass es kein Fluch ist! Aber ich brauchte nicht weiter darum zu beten... Ich war mir schon ziemlich sicher. Ehrlich gesagt, könnte es fast nichts anderes sein. Er hatte es schon seit Jahren, er hatte wahrscheinlich Anfälle deshalb und... "Wirst du sterben?", ich schaute zu ihm hoch, blickte ihm in die Augen und ließ meine Hand langsam sinken.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:20 pm

Als er sich wieder umgedreht hatte, war Leyla gerade aufgesprungen und zu dem kleinen Häufchen aus Klamotten gelaufen um sie sich anzuziehen. Seth schluckte schwer und einen ganz kleinen Moment wurden seine Wangen leicht rot - stimmt ja. Sie war halb nackt gewesen. Verdammt. Er war ja so dumm. [Srsly, so ist es.] Um sie ja nicht so auffällig an zu starren - das ganze war ja schon peinlich genug, und ihr sicherlich noch mehr als ihm - sah er hinunter zu seinem Schwert und fummelte an dem Griff herum, bis die Dunkelhaarige schließlich fertig war und sich zu ihm um drehte. Sie schien verwirrt. War es Verwirrung? Auf jeden Fall war da irgendetwas in ihrem Blick, ihrer Mimik, das ihn seine Vermutung bestätigte: Sie dachte, es wäre nur ein Tattoo. Wer dachte das wohl noch alles? Waren sie so naiv? Ein wachsendes Tattoo? Sie hielten ihn wohl wirklich für so verrückt, das er sich so etwas freiwillig machen ließ ... aber gut, eigentlich war es ihm egal. Es konnte ihm egal sein, und es war ihm auch egal. Sollten sie doch denken, was sie wollten, es war nicht seine Sache. Und immer noch besser als mit tausenden fragen bestürmt zu werden, von Leuten, die er gar nicht wirklich kannte. Was dachte Leyla jetzt wohl? Begriff sie, das dieses Muster auf seinem Körper etwas damit zu tun hatte - mit seinen Schmerzen? Mit den Qualen, die er hatte aushalten müssen? Vielleicht ... Er wusste es nicht, vermutlich würde er es nie erfahren.

Sein Gesicht - noch immer sah man das schiefe Lächeln. Dieses schiefe Lächeln, als würde er in einer heilen Welt leben und nicht gerade über das sprechen, was ihm sein Leben so unsäglich zur Hölle machte, was ihn umbringen würde. Man sah es ihm nicht an. Erst als die junge Frau auf ihn zu-schritt und das Muster langsam probierte nach zu fahren, es sich ansah und ihn schließlich fragen stellte, erst da fing sein Lächeln leicht an zu zittern und drohte zu verschwinden. Was sollte er antworten? Er konnte und wollte sie nicht belügen. Sie musste die Wahrheit erfahren. Seth legte den Kopf leicht schief und sah ihr fest in die Augen. »So genau wird dir das wohl niemand beantworten können.«, sagte er leise, und musste dem Drang wieder stehen, das Muster zu berühren. »Ich würde sagen, du kannst es mit einem ... Fluch vergleichen.«, und dabei klang seine Stimme schon fast abartig unbekümmert. Als wäre es ihm egal. Dabei was ihm das alles andere als egal.

»Irgendwann sterben wir doch alle, nicht wahr?«, stellte er eine leicht erstickte Gegenfrage und löste schließlich seinen Blick von Leylas Augen. Natürlich wusste er, was sie wollte. Aber er konnte ihr nicht in die Augen sehen, als er schließlich zu einer Antwort ansetzte. »Ich weiß nicht, wie lange ich noch mit diesem Fluch auf meinem Körper leben kann.« Das stimmte. Er wusste es nicht. Er würde es nie wissen, außer in dem Moment, in dem es dann vorbei war. Und er konnte nichts dagegen tun. Das Schicksal hatte bereits vor vielen Jahren seinen Lauf genommen, wie eine Kugel, die man an stößt und erst wieder zum stehen kam, wenn er dann schließlich sein Leben aus gehaucht hatte. Das war eine Tatsache. Eine unumgängliche Tatsache.
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:20 pm

Am liebsten hätte ich ihn und seine Leichtsinnigkeit in diesem Moment einfach umgebracht. Am liebsten hätte ich ihn angeschrien. Am liebsten hätte ich ihn und mich auf den Boden geschmissen. Am liebsten wäre ich einfach nur dort liegen geblieben und hätte gar nichts mehr gemacht. Doch ich konnte nicht. Ich konnte rein gar nichts. Ich konnte mich nicht bewegen und das einzige, was ich nach seinem Vortrag noch machen konnte, war mich umzudrehen und ihm die Worte "Wir müssen weiter.", ins Gesicht zu klatschen. Diese Arschloch würde irgendwann sterben und mich dann zurücklassen. Na Danke.
Ich suchte auf dem Platz meine restlichen Sachen zusammen und machte mich dann einfach auf dem Weg zu der Stadt in der wir diesen dämlichen Brief abgeben mussten. Meine Schritte waren schnell, ich wollte ihm nicht ins Gesicht blicken. Durfte nicht. Wollte nicht. Konnte nicht. Ich würde an den leidenen Seth von vorhin denken. An den Seth, der vielleicht irgendwann nicht mehr da sein würde... Warum war mir das mit seinem Fluch vorher nie bewusst geworden? Ich hätte doch merken sollen, dass das kein Tattoo war. Ich hätte es merken können. Ich will nicht. Ich hätte... Aber ich hätte nichts ändern können. Es würde nichts ändern. Ich verstand mich nicht.
Ich verstand es einfach nicht. Ich lief hier. Viel zu schnell ging ich zu dieser Stadt. Ich machte mir Sorgen um ihn, verstand ihn nicht. Ich war so dumm. Dumm. Dumm. Ich verstehe mich nicht, sonst hatte ich auch nie Probleme. Sonst hatte ich bei keinem Mitleid. Aber er... Ich wollte nicht, dass er leidet. Ich wollte nicht, dass es ihm schlecht ging und dennoch passierte es. Ich sah in den Himmel. Es zogen Wolken auf. Viele Wolken und nach und nach spürte ich dann auch schon Regentropfen auf meinem Kopf. Warum habe ich diesen verdammten Kerl überhaupt kennen gelernt?! Ganz ehrlich. Das würde mir mein Leben mittlerweile wirklich vereinfachen. Aber. Ich will ihn nicht vergessen. Ich will ihn. Verdammt. Was ist mit mir los?
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* Re: Seth x Leyla

Beitrag von Mina-Chan am So März 31, 2013 7:20 pm

Sie reagierte nicht. Sie sagte nichts, sie bewegte sich nicht, sie zeigte keinerlei Regung. Nichts. Der junge Mann sah sie an, seine Gefühle schwanken von Angst zu Verwunderung bis zu Besorgnis. Gerade wollte er auf sie zu gehen, irgendetwas sagen, war sich noch nicht ein mal mehr sicher, ob sie ihm zugehört hatte. da drehte sie sich um. Sie mussten weiter. Seth sah nach oben. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel. Sie hatte recht. Sie mussten wirklich weiter, wenn sie den Auftrag noch erledigen wollten. Der Magier nickte nur, obwohl er wusste, das sie es nicht mehr gesehen haben konnte. Langsam bückte er sich nach seinem Shirt und schlüpfte wieder hinein, dann warf er noch ein Mal einen Blick über die Lichtung. Schien so, als hätten sie alles. Anderseits: Was sollten sie schon vergessen? Außer ihren Waffen und den Klamotten, die sie am Leibe trugen, hatten sie nichts dabei gehabt, zumindest glaubte er das. Achja, und der Brief. Die Botschaft. Was auch immer. Zumindest musste das jetzt so langsam mal überrascht werden, sonst würden wir am Ende unsere Belohnung nicht bekommen und alles wäre umsonst gewesen. Das wollte er wirklich ungern riskieren. Natürlich nicht. Mit ein paar schnellen Schritten hatte er wieder zu Leyla aufgeholt, die Hände lässig in den Taschen versteckt und ein Grinsen auf den Lippen, das kein bisschen erahnen ließ, was vor nicht allzu langer Zeit geschehen war.

Die braun haarige ging schnell. Seth passte sich dieser Geschwindigkeit an, doch er bleib immer einen Schritt hinter ihr. Keine Ahnung warum. Vielleicht dachte er einfach, das das besser wäre. Obwohl es unwahrscheinlich war, das er dachte. Vielleicht hatte er es auch einfach nur so im Gefühl. Sie hatte nichts gesagt, aber er ging zurecht davon aus, das es ihr nicht gerade egal war. Ganz sicher machte sie sich ihre Gedanken, nur zeigte sie es nicht. So war sie doch schon immer gewesen. Rasch näherten sie sich der Stadt, während sie schweigend nebeneinander her stapften. Oft hatte der Eismagier das Bedürfnis dieses kalte Schweigen zu brechen, doch irgendetwas hielt ihn davon ab. Normalerweise hätte er längst irgendeinen Spruch gerissen. Wäre ihr auf die Nerven gegangen. Aber das war nicht der richtige Moment dafür, wobei ihn doch sonst keine zehn Pferde davon abhalten konnten. Gerade brauchte es die nicht.

Die Stadt war schon in Sichtweite, als er kurz einen Zahn zulegte um schließlich wieder neben ihr zu gehen. Trotzdem sagte er noch nichts. Stattdessen kickte er die Steine, die vor seinen Füßen lagen, durch die Gegend und sah sich um. Als sie um eine Ecke bogen standen sie plötzlich einer riesigen Menschenmenge gegenüber. Passanten, Einwohner der nahen Stadt, aber auch Wachen waren darunter. Seth runzelte verwirrt die Stirn. Was war denn da passiert? Durch die vielen Menschen hindurch konnte er auf jeden Fall nichts sehen. Wahrscheinlich irgendein Unfall oder so, nichts was ihn wirklich interessierte. Das einzige Problem: Da durch zu kommen. Der Magier verspürte nicht die Lust, sich dort durch zu quetschen. Mit gerunzelter Stirn sah der junge Mann sich um. Er war früher öfters in Era und Umgebung gewesen, auch wenn das letzte Mal nun schon länger zurück lag. Plötzlich erschien ein schelmisches Grinsen auf seinen Lippen und ohne lange zu überlegen schnappte er sich Leylas Handgelenk und zog sie hinter sich her.

»Lass uns eine Abkürzung nehmen~!«, schlug er vor, wobei es eigentlich kein richtiger Vorschlag war, denn er hatte es schon längst entschieden. Ohne auf eine Reaktion zu warten schob er mit seinem freiem Arm einige Äste zur Seite, dann bückte er sich leicht und trat zwischen die dich gewachsenen Bäume und Büsche. Schlagartig wurde es dunkel um sie herum, nur noch ein paar vereinzelte Lichtstrahlen schaffte es durch die Blätter hindurch. Zufrieden grinste Seth. Wie oft er hier drüber doch lang gelaufen war! Nun musste er mit gesenktem Kopf gehen und der ganz war etwas zugewachsen, aber durchaus noch begehbar. Perfekt. So würden sie in wenigen Minuten vor dem Stadttor von Era wieder heraus kommen und konnten diesen verdammten Brief endlich abgeben.
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